Mit den diesjährigen Deko-Trends zu Weihnachten ist Carmen Schötz-Kujus gut vertraut. Die Inhaberin des Cottbuser Ideenkaufhauses "Lefran" hält in ihrem Geschäft einige Anschauungsbeispiele parat: "Momentan sind silber-, weiß- und champagnerfarbene Schmuck-elemente gefragt. Diese Farben spiegeln sich wunderbar in irisierendem, glänzendem Glas wider. In Kombination mit einem Gold- oder Grauton – zum Beispiel dem Kerzenständer – entsteht auf diese Weise ein barocker, neoklassizistischer Einrichtungsstil, der die Gäste staunen lassen wird."

Auch im Trend: zart rosa-, hellblau oder cremefarbene Figuren für den Weihnachtsbaum. Oder Kupfergegenstände mit hellem Holz kombiniert. "Beliebt ist aktuell zudem der ‚Shabby-Look‘. Das sind Gestaltungselemente, die durch abgekratzte weiße Oberflächenfarbe gebraucht aussehen. Hier bietet sich nostalgisches Spielzeug, ein Bilderrahmen oder eine Holzlaterne an", so die Empfehlung von Carmen Schötz-Kujus. Wichtig dabei: "Für welchen Stil Sie sich auch immer entscheiden, bleiben Sie bei einem Stil und mischen Sie nicht mehrere zusammen."

Besteck oder Finger?

"Festlich und angenehm" sollte der Tisch eingedeckt sein, empfiehlt Stilberaterin Marlis Rhinow aus Drebkau: "Dazu gehören ein Tischtuch, weihnachtliche Deko und Kerzen, die jedoch nicht zu stark riechen dürfen, damit sie den Duft des Essens nicht übertönen." Beim Speisen in mehreren Gängen sollten entsprechend viele Messer und Gabeln neben dem Teller liegen, die dann pro Gang von außen nach innen benutzt werden. Über dem Teller befindet sich das Dessertbesteck. Wenn es das Kücheninventar hergibt, sollte für jeden Gang ein sauberer Teller gereicht werden.

Auch für den weihnachtlichen Gänsebraten gelten Knigge-Regeln: "Geflügel wird generell nicht mit den Fingern gegessen, sondern mit Messer und Gabel. Auch die Serviette sollte zum Einsatz kommen. Sie ist dazu da, dass man sich vor- und nach dem Trinken den Mund abtupft", weiß Marlis Rhinow. Der Handel bietet sowohl die etwas teureren Stoffservietten als auch stilvoll geprägte, etwas preisgünstigere Papierservietten an. Bevor der Festschmaus beginnt, empfiehlt die Stilexpertin dem Gastgeber außerdem, ein paar Worte an seine Gäste zu richten. Nach der kleinen Tischrede gibt er das Signal zum Anstoßen. Schön ist es, wenn zu dem festlichen Essen ein passender Wein ausgesucht wird. Aber auch mit Wasser kann heute angestoßen werden.

Tischschmuck aus der Natur

Apropos Tisch. Carmen Schötz-Kujus von "Lefran" empfiehlt für die Festtafel einen festlichen Kranz mit einer Kerze in der Mitte: "Der Kranz kann mit Birkenholz, Moosen oder anderen Naturstoffen verziert werden. Eine rote Schleife darin gibt dem Schmuckstück dann das gewisse Etwas. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass der Kranz flach ist, damit die gegenübersitzenden Gäste sich über den Kranz hinweg sehen können." Alternativ eignen sich auch schmuckvolle Tablets in hellen Pastelltönen, auf denen Teelichter platziert werden. "Wenn man Blumenschmuck auf dem Tisch mag, sollte man nur Schnittblumen benutzen. Topfpflanzen, aus denen möglicherweise Erdkrümel herausfallen, wirken unsauber", weist die Einrichtungsexpertin hin. Auch en vogue sind derzeit Glaskelche mit Zweigen, Moos und einer Amaryllis. "Die Blume wächst im Laufe der Adventszeit aus dem Kelch heraus und blüht wunderbar auf", so der Tipp von Florist Eric Kuckei aus Lübben. Wer mag, könne auch eine kleine elektrische Lichterkette in dem Kelch platzieren. Sie funktioniert mit einem Akku, somit ist kein lästiges Stromkabel notwendig.