In vielen europäische Städten hatten sich Tausende Sterngucker auf öffentlichen Plätzen versammelt, um das Spektakel gemeinsam zu bestaunen. Vor allem in Italien und England war das Schauspiel gut zu beobachten. In weiten Teilen Deutschlands dagegen haben viele Hobby-Astronomen vergeblich im Freien, auf Straßen und Balkonen gefroren: Eine dicke Wolkendecke verdeckte den Blick auf den verfinsterten Mond.
Nur in einzelnen Teilen von West- und Süddeutschland hatten die Mondbeobachter Glück mit dem Wetter. Dort gaben die Wolken immer wieder den Blick auf das Himmelsschauspiel frei. Der Mond war um 22.30 Uhr in den Schatten der Erde eingetaucht, von 23.44 bis 0.58 Uhr kam es dann zu der totalen Mondfinsternis.
Mehr als 200 Astronomie-Fans haben in der Bayerischen Volkssternwarte München das Naturschauspiel bei ungetrübter Sicht erlebt. Bis kurz vor dem Ereignis sei der Himmel noch wolkenverhangen und vom Mond sei nichts zu sehen gewesen, sagte der Leiter der Sternwarte, Peter Stättmayer. Als der Himmel dann kurz nach Mitternacht überraschend aufgerissen sei, habe sich den Gästen der Sternwarte eine grandiose Aussicht auf den rot leuchtenden Mond geboten. "Die Farben waren wunderschön zu sehen, der Mond lag da wie hingemalt", berichtete Stättmayer.
In Italien war die Mondfinsternis in weiten Teilen des Landes gut zu beobachten. "Der rote Mond hat seine Versprechungen gehalten und war von Nord bis Süd perfekt zu sehen", schrieb die Nachrichtenagentur Ansa. Romantisch war der Anblick in Genf, als sich der rote Trabant über die Turmspitze der russisch-orthodoxen Kirche schob. (dpa/sh)