Am Donnerstagabend sind bei einer Festveranstaltung auf dem Zentralcampus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg die besten Abschlussarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern des Jahrgangs 2018 mit den traditionellen Universitätspreisen ausgezeichnet worden. Es war bereits das siebente Mal, dass die Preise für die besten Studentenarbeiten eines Jahrgangs an der Lausitzer Universität vergeben worden sind.

Michael von Bronk, der Vorsitzende des Fördervereins der BTU, bezeichnete in seinem Grußwort die Universität als eine wichtige Säule für den notwendigen wirtschaftlichen Strukturwandel in der Lausitz.

Geehrt wurden neben den stärksten Abschlussarbeiten auch die beste Studentin aus dem Fachbereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Außerdem wurden in diesem Jahr die beste Sportlerin und der beste Sportler der BTU ausgezeichnet.

Die Preisgelder für die Universitätspreise werden alljährlich vom Förderverein der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg gestiftet.

Das breite Spektrum der ausgezeichneten Arbeiten macht deutlich, wie stark sich die kleine Universität in der Lausitz in der deutschen Wissenschaftslandschaft inzwischen positioniert hat.

Den mit 1000 Euro dotierten Preis für die beste Dissertation im Jahr 2018 erhielt Dr. Alexandra Amherd Hidalgo. Ihre herausragende Doktorarbeit wurde mit dem Prädikat „summa cum laude“ (lat. „mit höchstem Lob“) bewertet.  Es ist nicht die erste Ehrung für die Forschungsarbeit der gebürtigen Spanierin Hidalgo, die sich auf die Erforschung von Werkstoffen konzentriert. Bereits im Herbst war sie mit dem Helmholtz-Doktorandenpreis 2018 im Forschungsbereich Schlüsseltechnologien ausgezeichnet worden.

Bei ihren Untersuchungen hat Alexandra Amherd Hidalgo eine kostensparende Produktionstechnik für Komponenten aus Titanlegierungen entwickelt, die zum Beispiel in der Luftfahrt oder auch der Medizintechnik eingesetzt werden können.

Die 1987 in Madrid geborene Wissenschaftlerin hat bereits eine beeindruckende wissenschaftliche Karriere vorzuweisen. Nach ihrem Studium in Spanien arbeitete sie an der Universität der West-Schweiz in Sion und am Helmholtz-Zentrum im schleswig-holsteinischen Geesthacht auch mit einem weltweit führenden Hersteller von Metallpulver in Schweden zusammen.

Eine besondere Auszeichnung im mathematisch-technischen Bereich ist die Ehrung für eine junge Frau als beste „MINT-Studentin der BTU“. Der Preis wird seit 2016 im Rahmen der Gleichstellungsförderung an der Universität verliehen. Ausgezeichnet werden dabei besonders begabte, leistungsstarke und engagierte Master-Studentinnen eines Studienganges in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Beste MINT-Studentin im Jahr 2018 wurde am Donnerstag Anna Populoh. Die Preisträgerin zeichne sich nicht nur durch hervorragende Studienleistungen im Studiengang Maschinenbau aus, hervorgehoben wird auch das ehrenamtliche gesellschaftliche Engagement von Anna Populoh. Die Studentin sei ein Vorbild für ihre Mitstudierenden und Interessenten für einen eher technisch ausgerichteten Studiengang an der BTU. In ihrer Arbeit bei namhaften Firmen wie Porsche, Bugatti und Class beweise sie, dass sie sich in einem eigentlich immer noch männerdominierten beruflichen Umfeld zu behaupten weiß. Als eine der wenigen Frauen im Studium des Maschinenbaus habe Populoh stets überdurchschnittlich gute Leistungen erzielt.