Januar 2012 einzuleiten. Falls die anderen Gesellschafter – Spremberg, Welzow, Neu-Seeland und die Stadtwerke Spremberg – diesen Plan nicht unterstützen, soll der Landkreis seine Mitgliedschaft in der Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2012 kündigen.

Eine Gegenstimme gab es im Ausschuss lediglich von Helmut Franz (SPD), der auch im Aufsichtsrat der FBG sitzt. Er verwies auf die fünf Beschäftigten der FBG, deren Arbeitsplatz nicht aufs Spiel gesetzt werden sollte. „Von den Gesellschaftern könnte der Kreis die jährlichen Kosten noch am ehesten stemmen“, so Franz.

Dem widersprach allerdings Landrat Harald Altekrüger (CDU), der auf die deutlich verschlechterte finanzielle Lage des Landkreises hinwies: „Die Daumenschrauben, die uns die Kommunalaufsicht angelegt hat, tun so weh, dass wir das nicht mehr tragen können“, so Altekrüger. Der Betriebskostenzuschuss, den alleine der Landkreis in den vergangenen Jahren zur FBG zugeschustert hat, habe sich in den vergangenen Jahren auf über 600 000 Euro addiert. Im laufenden Haushalt etwa kalkuliert der Kreis mit 36 000 Euro Zuschuss. „Wir können uns solche Luftschlösser einfach nicht mehr leisten“, betonte der Abgeordnete Raik Gallas (CDU).

Wie es mit der FBG weitergeht, hängt nun auch von den anderen Gesellschaftern ab. Finanzdezernent Carsten Billing (parteilos) betonte, die Initiative gehe nicht vom Kreis aus. Landrat und Bürgermeister hätten sich gemeinsam zum Thema verständigt. In Spremberg, Welzow und Neu-Seeland soll das Thema in den kommenden Wochen auf die Tagesordnung kommen. Sollte ein rasches Ende zum 1. Januar Realität werden, sei allerdings mit einer Liquidation über zwei Jahre zu rechnen, so Billing. Erst ab 2014 plant der Kreis in seinem Haushaltssicherungskonzept keine Kosten mehr für die FBG.

Mit Neuhausen wurden laut Billing erste Gespräche für eine mögliche Übernahme des Welzower Wasserlandeplatzes geführt. Dies solle allerdings erst vertieft werden, wenn die politische Gremien entschieden haben.