Pferde sind mehr als nur Haustiere - für den einen oder anderen Besitzer bieten sie die Möglichkeit, durch Zucht oder Reitturniere den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Das erfordert ebenfalls entsprechende Versicherungen.Pferde sind aber auch Fluchttiere. Da man nie genau weiß, wie sie auf besondere Umwelteinflüsse reagieren, ist eine Pferdehaftpflicht die wichtigste Police für Pferdehalter. Wichtig ist eine ausreichend hohe Deckungssumme im Schadensfall. Ein Schutz über drei Millionen Euro ist der Standard - sicherer ist es, einen Tarif zu wählen, der mindestens fünf Millionen Euro für Personen-, Sach- und auch Vermögensschäden zahlt. Bei einer bestehenden Reitbeteiligung ist es wichtig, diese in den Versicherungsschutz einzuschließen. Weitere wichtige Punkte, die eine Pferdehaftpflicht bei Bedarf unbedingt abdecken sollte, sind Turnierteilnahmen oder auch Fremdreiterrisiken. Im Zweifelsfall übernimmt die Pferdehaftpflicht nicht nur entstandene Schäden, sondern auch den Schutz des Versicherten bei rechtlichen Auseinandersetzungen vor Gericht.Krankheit wird teuerWenn Pferde ernsthaft krank werden, erreichen die Rechnungen des Tierarztes schnell schwindelerregende Höhen. Aus diesem Grund ist eine Pferdekrankenversicherung äußerst sinnvoll. Sie übernimmt in den meisten Fällen einen großen Teil der Kosten für ambulante Behandlungen, Labor- und Röntgenuntersuchungen sowie für stationäre Untersuchungen. Die bei den meisten Tarifen der Pferdekrankenversicherung verbleibende Lücke von bis zu 40 Prozent muss der Pferdehalter jedoch selbst tragen.Ebenso wichtig wie die Pferdekrankenversicherung ist die Pferde-OP-Versicherung. In den meisten Fällen sichert eine solche Police den Pferdehalter voll ab, denn es gibt sehr viele Tarife, in denen die Kosten für Operationen vollständig übernommen werden.Die Pferde-Lebensversicherung sichert den Todesfall eines Pferdes ab, sodass der Halter eine vorher vereinbarte Summe erhält, wenn das Pferd sterben sollte. Die Versicherungssumme lässt sich innerhalb bestimmter Grenzen festlegen. Übersteigt die Versicherungssumme diesen Bereich, ist nicht selten ein ärztliches Gutachten erforderlich, welches den guten Gesundheitszustand des zu versichernden Pferdes nachweist. Diese Versicherung lohnt sich vor allem für Pferde, die im Rennsport oder zur Zucht eingesetzt werden.Die Pferdehalter-Rechtschutzversicherung übernimmt die Kosten für Rechtsstreitigkeiten, die mit dem versicherten Pferd zu tun haben. Dabei können sowohl Mängel beim Kauf als auch Ärztefehler oder Angriffe durch Tierschädiger vor Gericht durchgesetzt werden, ohne dafür in Vorleistung gehen zu müssen. Die Versicherungssumme ist so großzügig kalkuliert, dass rechtliche Streitigkeiten kein Problem darstellen sollten.