Spielzeug". Damit sei kein Verbot von „Ü-Eiern“ gemeint, erklärte Gruß in Berlin. Es gehe vielmehr um "einen expliziten Hinweis auf die Gefahren bei Kleinspielzeugen", die kombiniert mit Lebensmitteln angeboten werden und für Kleinkinder eine Erstickungsgefahr bergen könnten. Hersteller Ferrero hatte Forderungen nach einem Verbot der Schoko-Süßigkeit mit Spielzeug-Füllung zurückgewiesen. Auch andere Politiker lehnten einen solchen Schritt ab.
Dem TV-Sender N24 sagte Gruß, es sei "nie von einem Verbot die Rede" gewesen, vielmehr stellten die Empfehlungen einen "Appell an die Industrie" dar, Nahrungsmittel und Spielzeug zu trennen. Dabei gehe es neben Überraschungseiern auch um bestimmte Frühstücksflocken, deren Packungen kleine Spielzeuge enthielten. In einer Stellungnahme zu "Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder" hatte die Kinderkommission allerdings Ende Juli noch gefordert: "Keine Koppelung von Nahrungsmitteln und Spielzeug". Diese Kombination erschwere Kindern die Unterscheidung zwischen essbaren und nichtessbaren Teilen, was "Gefahrenpotenzial" berge. Der Hersteller der "Kinder Überraschung", Ferrero, verwies in der "Welt" darauf, dass es "keinerlei Beweise" für eine erhöhte Gefahr gebe, zumal "das Spielzeug durch eine Kapsel von der Schokolade getrennt" sei. (AFP/ig)