Maria Elikowska-Winkler präsentierte mit ihren Darstellern die Geschichte vom Drachhausener Wilddieb Bagola und der Niedersorbische Kammerchor und Mädchen und Jungen von der Grundschule Ziltendorf wussten mit Programmen zu gefallen. Als Chefin der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur animierte Elikowska-Winkler anschließend alle im Saal zum Singen der schönsten wendischen Volkslieder. Auch dem Auge wurde etwas geboten, als die Mitglieder vom Verein "Rubisko" aus Lübbenau unterschiedliche wendische Trachten aus Kirchspielen vorstellten. Die sachkundigen Erklärungen von Christel Lehmann-Enders gehörten zu den wenigen deutschsprachigen Passagen des Nachmittags. "So etwas könnte jede Woche stattfinden", wünschte sich Waltraud Kunde aus Jänschwalde. Ihr Vater aus Klein Lieskow hat noch Wendisch gesprochen und sie selbst hat mehrere Wendischkurse absolviert. Und Leonie Starick erinnerte sich an ihre ganz persönliche Beziehung zur wendischen Sprache: "Mein Vater war Wende und ich wollte immer, dass er mir seine Muttersprache beibringt. Das hat er aber mit der Bemerkung abgelehnt, ,dass brauchst du sowieso nicht'. Aber ich brauchte es dann doch, denn ich habe einen Wenden geheiratet". Marion Hirche