Gemeinsam saßen sie am Montagabend beim Berlin-Brandenburg-Derby zwischen dem FC Energie Cottbus und Hertha BSC Berlin auf der Westtribüne im Stadion der Freundschaft: Max Pannasch, der auch im Ehrenrat des FCE tätig ist, Mike Seefeld aus Berlin und dessen Frau Karin. Mike Seefeld ist dafür verantwortlich, dass "Maxe", wie er von den Sportfreunden nur gerufen wird, heute noch am Leben ist.

Seit 17 Jahren zweites Leben

Es war am 14. Oktober 1995. Brandenburgs Altherren-Auswahl spielte gegen die Berliner Old Boys auf dem Hertzbergplatz in Berlin. Fünf Minuten vor Spielende brach Max Pannasch ohne erkennbaren Grund zusammen. Berlins Torhüter Perschmann begann sofort mit der Mund-zu-Mund-Beatmung. Betreuer Mike Seefeld machte Herzmassagen, bevor ihn dann Notarzt und Feuerwehr engültig versorgten. So wurde Max Pannasch vor dem sicheren Herztod bewahrt. "Mike verdanke ich mein Leben. So etwas vergisst man nicht. Ich bin jetzt praktisch 17 Jahre in meinem zweiten Leben", sagt der 74-Jährige, der lange auch für den Energie-Nachwuchs tätig war.

Lange Verbundenheit

Über viele Jahre blieben Pannasch und Seefeld verbunden. Und bei so einer Gelegenheit wie dem Berlin-Brandenburg-Derby kam man endlich wieder einmal persönlich zusammen. "Wir haben uns natürlich ausgiebig über damals und viele private Dinge ausgetauscht. Am Sonntag waren wir gemeinsam auf dem Cottbuser Weihnachtsmarkt. Am Montagvormittag machten wir noch eine kleine Spreewald-Tour", erzählt Max Pannasch. Der Gegenbesuch in Berlin nimmt bei Max Pannasch im Kopf auch schon Gestalt an: "Zum Saisonabschluss im Mai, erneut beim Derby, wäre dafür eine gute Gelegenheit." Dass diesmal sein Berliner Freund über das 2:1 für Hertha BSC Jubeln konnte, nimmt Max Pannasch gelassen: "Man sieht sich immer zweimal im Leben. Und im Mai ist Mike vielleicht dann auch ein wenig enttäuscht, wenn der FCE drei Punkte aus Berlin mitnimmt."