Neben Unfällen sind die häufigsten Gründe für eine Berufsunfähigkeit Beschwerden der Gelenke, Wirbelsäule, Muskeln und Knochen sowie psychische Erkrankungen. Wichtig sei, folgende Punkte bei der Wahl der Versicherung zu beachten:

Abstrakte und konkrete Verweisung: Steht im Vertrag der Passus der abstrakten Verweisung, kann die Versicherung den Betroffenen auf eine andere Tätigkeit verweisen, wenn er krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist, in seinem zuletzt ausgeübten Beruf zu arbeiten. Die konkrete Verweisung setzt dagegen voraus, dass der Versicherte schon eine andere Tätigkeit ausübt - beispielsweise ein Schreiner, der wegen eines Rückenleidens bereits eine Umschulung im kaufmännischen Bereich absolviert und eine Stelle als Sachbearbeiter gefunden hat. Liegt er mit seinem neuen Job bei Einkommen und Wertschätzung annähernd auf gleichem Niveau, so hat der Schreiner keinen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente in seinem ursprünglichen Beruf. Im Gegensatz zur abstrakten Verweisung kann er jedoch nicht verpflichtet werden, in einem Vergleichsberuf neu anzufangen.

Pflegefall: Das Risiko der Pflegebedürftigkeit lässt sich mitversichern. Um Pflegefälle einzustufen, werden je nach Versicherer entweder ein eigenes Punktesystem oder gesetzliche Pflegestufen als Kriterien angewandt. So kann die Anzahl der Punkte etwa darüber entscheiden, ob die Rente anteilig oder komplett geleistet wird.