"Die Grenze liegt bei 410 Euro pro Wirtschaftsgut", erläutert Hans-Ulrich Liebern vom Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Bis zu dieser Summe gelten beruflich notwendige Anschaffungen als "geringwertige Wirtschaftsgüter". "Wenn der Preis für die Anschaffung darüber liegt, werden die Ausgaben über mehrere Steuerjahre hinweg abgeschrieben."
Die Zeiträume, die der durchschnittlichen Nutzungsdauer entsprechen sollen, hat der Gesetzgeber geregelt: Für einen PC sind in der amtlichen Abschreibungstabelle zum Beispiel drei Jahre, für ein Auto sechs Jahre vorgesehen, erläuterte Liebern. Für Schreibtisch, Regale und ähnliche Büroeinrichtungsgegenstände seien bis zu 13 Jahre vorgesehen.
"Sie müssen allerdings monatsgenau abschreiben", betont Liebern. Die drei Jahre Nutzungsdauer für einen Computer entsprechen 36 Monaten - "und wenn Sie einen Computer erst im November kaufen, können Sie für das erste Abschreibungsjahr nur noch anteilige Kosten von zwei Monaten geltend machen".
Die Abschreibung werde dann trotz einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von drei Jahren - je nach Preis des Geräts - möglicherweise für vier Steuererklärungen relevant. (dpa/sm)