Der Schutz des Privateigentums ist dabei Nebensache. Es mutet grotesk an, von vor 20 und mehr Jahren noch nachträglich Geld zu fordern, wo jeder Betrieb und jede Behörde (Finanzamt usw.) nach zehn Jahren die Bücher schließt. . . Ich meine, dass das Problem nur über eine Insolvenz und einen ordentlichen Neuanfang mit einem paritätisch besetzten runden Tisch gelöst werden kann.

Wer trägt diese Kosten eigentlich?

Zu dem gleichen Thema schreibt Bodo Braune aus Neuburxdorf: Eigentlich wollten wir uns an der Diskussion über die Trinkwasseranschlussgebühren nicht beteiligen. Aber die Begründungen des Verbandsvorstehers im Beitrag „WAV räumt fehlerhafte Bescheide ein“ in der Lokalrundschau vom Donnerstag sind ja lächerlich. Dass die Eintragungen in der Liegenschaftskarte nicht aktualisiert seien, veraltete Dokumentationen vorliegen, Besitzerwechsel bis in DDR-Zeiten zurück liegen und so weiter.

Die Schuld an den fehlerhaften Bescheiden können wir nicht nachvollziehen.

Seltsamerweise waren die Bescheide für die Wasseranschlüsse in Grundstücksgröße, Hausnummer, und Flurstück richtig. Diese liegen aber auch, wie in unserem Fall, die sehr lange Zeit von vier Jahren!!! (2007) zurück. Schuld für die Veränderungen zu den Trinkwasseranschlüssen ist in diesen Falle wahrscheinlich ein Erdbeben im Landkreis oder die Verschiebung der Kontinente.

Jeder, der sich nur halbwegs mit Excel auskennt, hätte dieses Problem mit den Bescheiden gar nicht erst aufkommen lassen. Dass bezahlt werden muss ist schon klar, aber nicht für ein falsches Grundstück. Mit ein bisschen Überlegung vor dem Versand der Bescheide hätte man die jetzigen zusätzlichen Kosten ersparen können, besonders bei den knappen Kassen des Verbandes.

Wer trägt diese Kosten eigentlich?