Bestandteil der Mietsache schuldhaft beschädigt oder die Funktion infolge eines unsachgemäßen Gebrauchs unbrauchbar macht, sodass ein Ersatz notwendig wird, ist er zum Ersatz der Kosten verpflichtet. Entsteht der Mangel durch vertragsgemäßen Gebrauch beziehungsweise durch übliche Abnutzung, muss der Vermieter den Schaden übernehmen.
Da ich die näheren Umstände für den Wechsel des Schlosses nicht kenne, vermute ich, dass entweder der Verlust des Schlüssels oder ein Sich-selbst- Aussperren den Austausch notwendig machten. Dann muss der Mieter die Kosten dafür tragen. Einen „Altersschutz“ gibt es grundsätzlich nicht. Bis auf eine Ausnahme: Wurde das Schloss mutwillig durch Dritte beschädigt, hat der Vermieter die Kosten zu tragen (Amtsgericht Siegburg, Az.: 9 C 146/02). Dieser kann dann wiederum den Schadensverursacher in Haftung nehmen.
Bei den Balkontürscharnieren ist der Vermieter zur Reparatur und Kostenübernahme verpflichtet, wenn diese durch den üblichen Gebrauch defekt sind. Ist jedoch im Mietvertrag eine Bagatellreparaturklausel vereinbart, muss der Mieter die Kosten für die Reparatur tragen, wenn die Bagatellgrenze nicht überschritten wird.
Als Obergrenze für einzelne Kleinreparaturen gelten 75 Euro. Pro Jahr dürfen es aber nicht mehr als 150 Euro beziehungsweise acht Prozent der Jahresmiete sein. Anderenfalls muss der Vermieter zahlen.