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| 02:44 Uhr

Wenn sieben Mann wie einer funktionieren

Blitzschnell: Das Frauenteam Wagnitz beim Löschangriff Nass.
Blitzschnell: Das Frauenteam Wagnitz beim Löschangriff Nass. FOTO: Torsten Pötzsch/top1
Doberlug-Kirchhain. 1100 Teilnehmer in 152 Teams sind am Wochenende bei den 11. Landesmeisterschaften im Feuerwehrsport an den Start gegangen. Als Gastgeber hat die Feuerwehr Sonnewalde eine organisatorische und logistische Meisterleistung hingelegt. Torsten Pötzsch / top1

"Es erfüllt mich mit Stolz, dass unser Landkreis der Gastgeber für die 11. Landesmeisterschaften im Feuerwehrsport sein durfte. Ich bin stolz auf die Leistungen unserer Kameraden und Kameradinnen und ich zolle den Organisatoren meinen höchsten Respekt", so Landrat Christain Jaschinsky am Rande der Brandenburger Landesmeisterschaften in Doberlug-Kirchhain. Es war wahrhaftig ein organisatorischer und logistischer Kraftakt, den die Sonnewalder Feuerwehr, allen voran Marten Frontzek und Thomas Trodler, vergangenes Wochenende stemmten. Die Sonnewalder hatten bei der technischen Organisation den Hut auf und lieferten eine erstklassige Arbeit ab. Immerhin galt es 1100 Teilnehmer, 152 Teams aus elf Landkreisen und kreisfreien Städten in sieben Disziplinen des Feuerwehrsports zu lenken und zu leiten. Ort der Landesmeisterschaften war das Sportgelände der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Kirchhain.

Innenminister Ralf Holzschuher eröffnete die Wettkämpfe und bereits Freitagabend gingen die ersten Kameraden an den Start. Ein besonderes Spektakel gab es in Sallgast. Dort wurde erstmals unter Flutlicht in der Disziplin Hakenleitersteigen um die ersten Wertungspunkte gerungen. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, denn diese attraktive, schnelle und dynamische Sportart ist selten zu sehen und eine reine Männersache.

Samstag ging es dann zeitig auf der Bahn und dem Rasen in Doberlug-Kirchhain weiter. Nicht nur der Landrat war voll des Lobes, Hartmut Bastisch, der oberste Wettkampfleiter des Landesfeuerwehrverbandes fand ausschließlich positive Worte. "Tolle Anlage, tolle Vorbereitung, beste Bedingungen. Hut ab." Er lobte auch das hohe sportliche Niveau der Brandenburger Feuerleute. "Was wir hier heute gesehen haben, war wohl an Dramatik, Spannung und Leistung nicht mehr zu überbieten, zumal einige Favoriten, wie Neschholz (PM) oder Cottbus/Merzdorf strauchelten."

Bei der Königsdisziplin "Löschangriff Nass" trieben Fans und Publikum ihre Teams lautstark nach vorn. Am Ende kannte der Jubel bei den Männern aus Genschmar keine Grenzen, als feststand, dass sie Landesmeister waren. Teamleiter Andreas Zwick lüftete gegenüber der RUNDSCHAU das Erfolgsgeheimnis. "Hier müssen sieben Mann wie einer funktionieren und es muss eine perfekte Mannschaftsharmonie herrschen. Heute hat bei uns alles gestimmt. Nun sind wir für zwei Jahre die Gejagten."

Riesig auch der Jubel bei den Gehrener Frauen beim "Löschangriff". Bei dem Team um Annett Seidel blieb die Stoppuhr bei 25:97 Sekunden stehen, dies reichte zum Sieg in der Königsdisziplin. Nachdem die Frauen 2011 Vizemeister waren, stehen sie wieder ganz oben und trugen wesentlich mit dazu bei, dass der Landkreis Dahme-Spreewald den Wanderpokal des erfolgreichsten Kreisverbandes verteidigte. "Eine 25er Zeit haben wir uns lange gewünscht, viel dafür trainiert und es hat auf den Punkt geklappt. Wir sind alle überglücklich", so die Teamchefin.

Auch der Landkreis Elbe-Elster brauchte sich mit seinen Leistungen nicht zu verstecken. Hier waren es vor allem die Sonnewalder Frauen, die es rissen. Die beste Einzelleistung mit einem zweiten Platz erreichte Lisette Kuschke aus Breitenau im 100-Meter-Hindernislauf. In der Frauenmannschaftswertung "100 Meter Hindernis" wurde Sonnewalde III sogar das dritte Mal in Folge Landesmeister. Eine echte Meisterleistung. Das Erfolgsrezept lieferte Leitfrau Anja Damian, ebenfalls aus Breitenau, gleich mit. "Erfahrung, Übung und Talent, mehr braucht man eigentlich nicht. Außerdem sind wir in den letzten Jahren richtig gut zusammengewachsen.

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