Das hat Auswirkungen auf die Berechnung des Schmerzensgeldes, entschied das Amtsgericht München (Az.: 261 c 32374/10), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.

In dem Fall waren zwei Hunde beim Gassigehen aufeinander losgegangen. Als die Hunde voneinander abließen, hielt eine der Besitzerinnen ihr Tier fest. Der andere Hund lief daraufhin auf sie zu und biss ihr in die Hand. Die Halterin erlitt dadurch eine Blutvergiftung. Erst nach drei Monaten konnte sie wieder uneingeschränkt arbeiten. Sie verlangte daher Schmerzensgeld von der anderen Halterin. Deren Haftpflichtversicherung bezahlte ihr 750 Euro. Dies sei nicht ausreichend, meinte die Betroffene und verlangte vor Gericht weitere 2250 Euro.

Das Gericht gab ihr größtenteils recht und sprach ihr 1250 Euro zusätzlich zu. Grundsätzlich sei ein Schmerzensgeld in Höhe von 2250 Euro angemessen. Allerdings sei die Aggression vom Hund der Klägerin ausgegangen. Daher dürfe ein Fünftel von der Schmerzensgeldsumme abgezogen werden.