Doch was bedeutet das für die Eigentümer der jeweils aufgeführten Grundstücke? Die RUNDSCHAU hat bei der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landkreis nachgefragt.

Die Liste der Bodendenkmale bestehe bereits, erläutert Christian Noack von der Unteren Denkmalschutzbehörde. "Sie wird Schritt für Schritt abgearbeitet", so Noack. Hintergrund ist, dass seit 2004 die Eigentümer der Grundstücke zu informieren sind. Die Landesbehörde schickt deshalb zwei- bis dreimal im Jahr Listen an die Unteren Denkmalbehörden, die diese mit dem vorhandenen Kartenmaterial abgleichen und dann die Besitzer der Flurstücke informieren.

Handelt es sich nur um einen oder um wenige Betroffene, werden diese persönlich angeschrieben. Bei 20 und mehr Eigentümern im Bereich des jeweiligen Bodendenkmals werden diese lediglich über das Amtsblatt informiert - so auch in diesem Fall. Aufgelistet sind mehrere Dorfkerne, die aufgrund ihrer Herkunft aus dem Mittelalter oder der Neuzeit als Bodendenkmale eingestuft werden: Tschernitz, Siewisch, Laubst, Lieskau, und Müschen.

Kosten sind damit für Eigentümer der aufgelisteten Flurstücke zunächst nicht verbunden. "Die Verfügungsberechtigten haben im Rahmen des Zumutbaren das Denkmal zu erhalten, zu schützen und zu pflegen und so zu nutzen, dass seine Erhaltung auf Dauer gewährleistet ist", schreibt das Brandenburgische Denkmalschutzgesetz lediglich vor.

Konkret kommt das zum Tragen, wenn größere Bau- oder Erdarbeiten auf dem Grundstück vorgenommen werden sollen. "Für alles ab Gartenteich aufwärts ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis nötig", erklärt Christian Noack. Dabei müsse dann individuell untersucht werden, ob die Arbeiten problemlos zulässig sind oder zuvor eine archäologische Untersuchung und Sicherung erfolgen muss. "Die kann durch die Landsbehörde oder eine Fachfirma erfolgen", so Noack. Bei Bauanträgen wird die Untere Denkmalbehörde automatisch von den Kollegen hinzugezogen.

Bußgelder drohen, wenn Eingriffe an einem Grundstück vorgenommen werden, ohne dass vorher eine Genehmigung bei der Denkmalbehörde eingeholt wurde. In der Regel ändere sich für die Grundstückseigentümer allerdings nichts, so Noack.

Eine Liste aller Bodendenkmale gibt es bei der Landesdenkmalbehörde. Bis auf die Flurstücke heruntergebrochen sind die Informationen dort allerdings nicht. Wer genau wissen will, ob sein Flurstück betroffen ist, kann bei der Unteren Denkmalbehörde nachfragen.