Hier ging es um Kunst, Kultur, kulinarische Genüsse und einen ordentlichen Schluck Heimatgeschichte. Geladen hatte Braumeister Markus Klosterhoff und sein Team. Das Brauhaus zeigte sich schon am frühen Abend gut gefüllt, trotz eines nicht unerheblichen Ticketpreises.

Natürlich floss der goldgelbe Gerstensaft in Strömen. Das entspricht der Tradition, schließlich galten die Sängerstädter schon in der Vergangenheit als trinkfest. So hatte ja Bürgermeister Abraham Koswig im Trinkduell gegen den Bayern Herrn von Stein für seine "Untertanen" die Bürgerheide ertrunken. Diese Episode der Stadtgeschichte kam auch auf die Bühne und zwar mit einem echten Bürgermeister. Jörg Gampe spielte mit. Er gestand auch, dass er höchsten Respekt vor Koswigs lokalpatriotischer Leistung hat, diese aber selbst kaum bewältigen würde. Bürgermeister Gampe hält es eher mit dem Sport als mit dem Bier.

Bevor die "Bierhähne", zwei urkomische Sachsen aus dem Radeberger Biertheater, die Bühne betraten, gab es noch ein sehr üppiges Büfett. Küchenchef Christian Hanisch zeigte, was man mit Bier und mit den Nebenprodukten des Brauvorganges zaubern kann - angefangen vom Treberbrot über die Malzhaxe bis hin zu Schnitzeln in ganz besonderer Panade.

Dann schilderten Holger K. Blum und Hans-Jörg Hombsch alias "Die Bierhähne" ihre Erlebnisse rund um und mit Bier und mit ihren Frauen "Ilona und Bärbel" - es blieb kein Auge vor Lachen trocken. Ihre besondere Art des Vortrages kam an und sicherlich lag dies daran, dass sie vor und während der Show ihr geliebtes Gebräu nicht nur lobten, sondern auch tranken.

Die ersten Finsterwalder Bierwelten waren aus Sicht der Veranstalter und der Gäste ein voller Erfolg.