Auf 6016 Hektar wurde im vergangenen Jahr in Spree-Neiße Silomais angebaut. Das geht aus dem Jahresbericht des Fachbereiches Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung hervor, der im zurückliegenden Landwirtschaftsausschuss des Kreistages vorgestellt wurde. Im Vergleich zum Jahr 2011 sind das rund 800 Hektar weniger, die für den Mais zur Verfügung standen. Damit konnte erstmals der seit Jahren anhaltende Trend gestoppt werden. Von rund 4000 Hektar im Jahr 2005 war die Fläche für den Mais mit Steigerungsraten von zehn Prozent und mehr kontinuierlich gewachsen.

Nach Grünland und Roggen nimmt der Mais aber weiterhin einen Großteil der Flächen im Landkreis ein. Auf den Getreideanbau insgesamt entfielen 2012 rund 17 000 Hektar, wobei Roggen und Gerste zulegen konnten, während für Weizen und Hafer weniger Flächen zur Verfügung standen. Grünlandwirtschaft wurde auf rund 11 000 Hektar betrieben.

Bei den Ertragsmengen gab es 2012 positives zu berichten. "Die Erträge des vergangenen Jahres ließ die Landwirte nach zwei doch eher dramatischen Jahren etwas aufatmen, wobei jedoch die Ergebnisse in unserem Landkreis weit unter dem Landesdurchschnitt lagen", heißt es im Bericht. Ausschlaggebend waren den Angaben zufolge die starken Fröste im zeitigen Frühjahr, die vor allem im Südosten Brandenburgs auf Grund der fehlenden Schneedecke zu starken Auswinterungsschäden vor allem bei Winterweizen und Winterraps führten. "So konnte nur bei Winterroggen das langjährige Mittel erreicht werden", so die Auskunft im Jahresbericht des Fachbereichs. Mit 38 Dezitonnen pro Hektar Getreide lagen die ermittelten Ergebnisse 2012 deutlich über denen von 2011, insgesamt aber eher im Durchschnitt der Vorjahre. Mit 33 beziehunsgweise 31 Dezitonnen waren die Zahlen vor allem bei Winterweizen und Wintergerste schlecht. Auch der Winterraps mit lediglich 13 Tonnen war ein Tiefpunkt. Besser sah es beim Roggen aus, wo sich die Zahlen nach den Einbrüchen der Vorjahre erholt haben. Beim Silomais wurde mit rund 340 Tonnen ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr erzielt.