Um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu kämpfen, fuhren die Frauen des KSV Borussia Welzow am vergangenen Sonntag nach Dreseden. Gegner auf neutralem Boden waren die punktgleichen Damen der Schützengilde Bayreuth. Das solch ein Spiel fast gleichwertiger Teams unter besonderen nervlichen Anspannungen steht, wurde gleich im ersten Durchgang klar. Alle vier eingesetzten Spielerinnen erreichten nicht annähernd ihre Normalform, was besonders in den Fehlwürfen und im Abräumspiel zu sehen war. Für Bayreuth erzielten A.-Cathrin Faßold 377, Stefanie Wunder 394 Punkte, denen die Welzowerinnen Angela Weber 391 und Ramona Streblow 381 Punkte entgegensetzte. Mit einem Punkt Vorsprung gingen die Welzower Damen in den zweiten Durchgang. Welzows Spitzenspielerin Anja Schmidt (440.) hatte auf ihrer ersten Bahn auch große Probleme und erzielte nur 200 Punkte, denen sie jedoch auf der zweiten Bahn 240 folgen ließ. Gemeinsam mit Dorothea Quander (404) musste sie jedoch den Bayreutherinnen Susanne Mogalle (447) und Monika Kolb (423) einen Vorsprung von 25 Punkten überlassen. Die im letzten Durchgang für Welzow spielenden Heike Roick (418) und Mareen Lehmann (437) versuchten, den Rückstand zu verringern, mussten aber die Überlegenheit der Bahnrekord spielenden Daniela Dietel (469) und Katrin Reinsch (423) anerkennen.Nach dieser sicherlich vermeidbaren Niederlage von 2471:2533 ist der Abstieg aus 1. Bundesliga nun Gewissheit.Für die neue Spielserie 2010/2011 heißt es nun für die Welzower in der zweiten Bundesliga einen neuen Versuch zu unternehmen, den Aufstieg vielleicht nochmals zu schaffen. Voraussetzung dafür ist es jedoch, wiederum Sponsoren für den Verein zu finden, die dieses Unternehmen unterstützen. Denn die langen Wege zu den Spielorten, einer der höchten Kostenfaktoren, werden sich nicht entscheidend verkürzen. W.R.