Die Welzower Bürgerschaft wird immer älter und mit ihr die praktizierenden Ärzte. Ein Problem, mit dem sich die Stadt am Tagebau konfrontiert sieht und um Lösungen ringt, wie Vize-Bürgermeister Detlef Pusch (parteilos) auf dem jüngsten Ärzteforum erklärt hat. So sei geplant, das Ärztehaus in der Spremberger Straße 55 zu sanieren. Ein Thema, das seit zwei Jahren ansteht. Mit 351 000 Euro, davon 202 000 Euro Fördergeld, soll das kommunale Gebäude aufgerüstet werden. Zunächst werde die erste Etage vorgerichtet. Dort soll die Zahnarztpraxis von Dr. Wolfgang Henker einziehen, der derzeit noch in der Dresdner Straße praktiziert, aber dort ausziehen müsse. Der Umzug könnte im April über die Bühne gehen, hatte Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) Anfang des Jahres erklärt. Mit drei Zahnärzten scheinen die Welzower gut bedient zu sein. Nicht so gut ist es um die ansässigen Allgemeinmediziner bestellt. Da fehlt es am Nachwuchs, der sich für Welzow begeistern kann. "Unser Angebot steht, uns an der Ausbildung von Allgemeinmedizinern zum Facharzt zu beteiligen", sagt Kathrin Möbius, Geschäftsführerin des Spremberger Krankenhauses. Jedoch bereite es auch ihrer Einrichtung erhebliche Probleme, Fachpersonal zu bekommen. Sie sagt: "Wir müssen unsere jungen Leute begeistern, ihnen den Start erleichtern und sie mit attraktiven Angeboten in der Region halten." In Welzow praktizieren nach Angaben der Stadtverwaltung derzeit zwei Allgemeinmediziner und drei Zahnärzte. Es gibt eine Apotheke in der Stadt. kg