Die Rahmenhandlung bildet eine Lausitzer Sage. Eine Märchenerzählerin berichtet von den Lutken, die einst am Nassen Berg nach Kohle geschürft haben sollen. Den Nassen Berg gab es nach Angaben des Welzower Urgesteins Reinhard Lang tatsächlich. Das quellreiche und dicht bewaldete Gebiet befand sich im Südosten von Welzow, etwa dort, wo heute die alte Kippe über den Wohnbezirk V wacht. Krass ist im Film der Übergang von der heilen Märchenwelt zum aktiven Tagebau Welzow-Süd. Der Bergbau zieht sich wie ein rotes Band durch den Streifen. Darüber hinaus präsentieren bekannte Welzower markante Gebäude und Einrichtungen ihrer Stadt. Zu den Personen im Film gehörten die Heimathistoriker Dr. Hardi Stange und Martin Weigel, Organist Arnold Rißler, Jürgen Tafelski von der Feuerwehr, Borussia 09-Chefin Gundula Stede und Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD). Die Potsdamer Filmemacher um Projektleiter Thomas Kuschel haben auch Proschim nicht vergessen, wenn auch der Ortsname nicht ganz korrekt ausgesprochen wurde. So gibt es zahlreiche Bilder von der 100-Jahr-Feier der Feuerwehr im August 2009 sowie einen Blick in den Backofen von Marianne Kapelle.Das zwischen Herbst 2008 und Oktober 2009 in Welzow gedrehte Material füllte nach Angaben von Produzent Thomas Kuschel insgesamt 30 Kassetten. Lediglich ein Dreißigstel des Materials findet sich in dem 55-minütigen Streifen wieder. Kuschel, der Welzow vor seinem Projekt nicht kannte, erklärte, dass die Stadt auf ihn einen sehr interessanten Eindruck ausübe, allerdings auch unübersehbare Probleme habe. "Ich weiß nicht, ob diese alle zu lösen sind, aber wenn, dann nur gemeinsam", resümierte der 68-jährige Filmemacher, der im Jahr 1965 bei der Defa in Babelsberg angefangen hatte.Den Welzowern gefiel der Streifen, wie der minutenlang anhaltende Beifall bewies. Bürgermeisterin Birgit Zuchold sprach von einem "beeindruckenden und bewegenden Film, unserem Film". Der Maler Horst Granzin, der im Streifen die Garagenrückwände in der Franz-Mehring-Straße bemalt, zeigte sich vor allem von den "krassen Schnitten und den historischen Einspielungen" beeindruckt. Birgit Lüken, die aus Bremen kommt und erst seit zwei Jahren in Welzow lebt, gefiel die "märchenhafte Ummalung" des Streifens. tr