Dem "World Value Survey" zufolge wirke sich zunehmender Wohlstand nur in Ländern mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von weniger als etwa 12 000 US-Dollar (8200 Euro) positiv auf das Glücksgefühl aus. In reicheren Ländern wie Deutschland nimmt das persönliche Glücksempfinden nicht generell mit wachsendem Wohlstand weiter zu. Glücklicher mache vermutlich die größere persönliche Freiheit, die häufig mit einer erstarkenden Volkswirtschaft einhergehe, meinen die Autoren der Originalstudie, die im Fachblatt "Perspectives on Psychological Science" erschienen ist. Das könne auch erklären, warum Menschen in vielen osteuropäischen Staaten sich ebenfalls glücklicher fühlten als vor 25 Jahren, obwohl manche ihrer Länder wirtschaftlich heute sogar schlechter dastünden als zu Zeiten des Kommunismus: Die fortschreitende Demokratisierung habe den Bürgern beglückende persönliche Freiheiten beschert. (dpa/bw)