Staubsauger mit motorgetriebener Elektrobürste sollen dem Teppich selbst tiefsitzenden Schmutz entreißen. Die Stiftung Warentest hat zehn energiesparende Staubsauger geprüft, sieben klassisch mit Staubbeutel, drei mit Staubbox. Sie kosten 110 bis 800 Euro. Die meisten Staubsauger hatten eine umschaltbare Standarddüse für Teppich- und Hartböden. Auf glattem Untergrund verhindert ihr ausgefahrener Borstenkranz, dass das Parkett verkratzt und sich daran festsaugt. Über Teppich gleitet sie mit eingefahrenen Borsten.

Die Besten mit Elektrobürste. Der Vorwerk Tiger VT265 für 800 Euro - kürzlich umbenannt in Kobold VT 265, erweist sich hier als Meister und wurde Testsieger. Er kennt kein Pardon und schluckt alles, was er unter seinen "Krallen" spürt. Das Gerät kommt standardmäßig mit dem elektrischen Vorsatz ins Haus. Zu kaufen ist er über Vertreter, online und in Vorwerk-Shops. Nur noch der deutlich günstigere Bosch Ergomaxx Professional 1000 saugte mit Elektrobürste auf Teppich sehr gut. So ausgestattet kostet er 370 Euro.

Gut mit Standarddüse. Mit Standarddüse ausgestattet saugten am besten: der Miele S5781 Eco-Line für 310 Euro, der Bosch Ergomaxx Professional 1000 für 211 Euro und Siemens Q4 Green Power Allergy für 161 Euro.

Bürstenwechsel getestet. Die Warentester prüften nicht nur den Testsieger von Vorwerk mit Elektrobürste. Zum Vergleich ließen sie die Geräte von Miele und Bosch ebenfalls mit elektrischem Vorsatz saugen. Beide lassen sich je nach Bedarf umrüsten.

Elektrobürsten verfügen über einen eigenen Motor, der ihre Bürstwalze antreibt. Die Walze rotiert über den Boden und öffnet den Flor des Teppichs. Der Luftstrom des Saugers transportiert den gelösten Schmutz in den Beutel. Der Bosch saugte damit vor allem auf Teppich besser.

Beim Miele dagegen brachte die Elektrobürste gegenüber der Standarddüse keine nennenswerten Vorteile. Miele und Bosch verkaufen ihre Elektrobürste nach Angaben des Verbrauchermagazins "test" als Sonderzubehör. Das kostet bei Miele 190 Euro extra und bei Bosch etwa 160 Euro.

Wann Elektrobürsten sinnvoll sind. Grundsätzlich gilt: In Haushalten mit großen, robusten Teppichböden können Elektrobürsten sehr sinnvoll sein. Empfindliche Auslegware wie lose geknüpfte und gewebte Teppiche, Felle und Flokati kann die Bürstenkraft dagegen beschädigen, warnt die Zeitschrift "test". Auf glatten Böden reicht demnach ein guter Staubsauger mit Standarddüse aus.

Beutellose auf hinteren Rängen. Viele Anbieter von Staubboxsaugern werben damit, dass die Kosten für den Neukauf von Staubbeuteln entfallen. Während die Beutel jedoch unkompliziert im Müll landen, muss der Nutzer die Staubbox entleeren. Das ist unhygienischer. Vax Zen C88 für 260 Euro saugte besser als seine beutellose Konkurrenz von Dy son - DC37 Allergy Musclehead für 420 Euro und Philips FC8146 Easy Life für 110 Euro - vor allem auf Teppich. Dafür schwächelte er in der Motordauerprüfung. Sie simuliert ungefähr eine zehnjährige Nutzung. Beim Vax hieß es gegen Ende der Dauerprüfung: Motor ausgefallen.

Schwach auf Teppich, laut beim Saugen. Der beutellose Dy son DC37 Allergy Musclehead landete nur auf dem vorletzten Platz des Testfelds. Seine flache Automatikdüse passt sich von selbst dem Untergrund an. Ein Hebel unter der Düse drückt den Borstenkranz auf Teppichflor automatisch nach oben und senkt ihn auf glatten Böden wieder ab. Dennoch lautet das Fazit: schwach auf Teppich, laut beim Saugen. In der Dauerprüfung riss zudem der Saugschlauch des Dyson. Der Philips Easy Life saugt Teppiche und Ritzen nicht "easy" sauber, sondern als Einziger im Test mangelhaft.

Ausführlich: in "test" 2/13 und unter www.test.de