Fünf Prüfer lasen tagelang Gebrauchsanleitungen, montierten Melder, drückten Prüftasten, vollzieht das Verbrauchermagazin das Testverfahren nach. Das Anbringen und Bedienen sei recht einfach. Wer die Halteplatte nicht festschrauben möchte, könne sie auch kleben.

Pluspunkte für langlebige Melder. Rauchmelder mit Langzeitbatterie schnitten im Test am besten ab, berichtet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "test". In ihnen steckt eine Lithiumzelle, die normalerweise genügend Kapazität besitzt, um den Melder für zehn Jahre mit Strom zu versorgen. Danach haben die Geräte ohnehin ausgedient und müssen ersetzt werden. Die Warentester empfehlen diese langlebigen Melder vor allem denjenigen, die möglichst selten auf die Leiter klettern wollen, um Batterien zu ersetzen.

Die besten Geräte mit Langzeitbatterie. Gute Rauchmelder mit Lithium-Langzeitbatterie waren im Test Ei Electonics Ei650 für 28,60 Euro, Fireangel ST-620-DET für 27,60 Euro, Detectomat HDv sensys für 29 Euro, Pyrexx PX-1 für 30 Euro sowie baugleich Abus RM 20 Li für 35 Euro.

Gute Melder mit einfacher Batterie. Billiger beim Kauf sind Rauchmelder mit einfacher Alkalinebatterie: Im Test gut abgeschnitten haben der Abus RM 10 VdS für 14 Euro und die optische Rauchwarnanlage von Ikea für zehn Euro. Hier kommen dann aber im Lauf der Zeit die Kosten für Batteriewechsel hinzu. Langfristig hebt sich der Preisvorteil deshalb bei vielen Modellen nahezu auf, verdeutlicht das "test"-Magazin. Weiterer Nachteil: Das Signal, das oft nervtötend und zur falschen Zeit auf eine demnächst leere Batterie hinweist, ertönt bei den Meldern mit Alkalinebatterie vergleichsweise häufig.

Schutz vor Erstickungstod vor allem in Schlafräumen. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Rauchmelder vor allem dort angebracht werden müssen, wo sie schlafende Personen vor dem Erstickungstod schützen. Am wichtigsten sind sie in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren. So können sie auch den Fluchtweg zum Telefon und zur Wohnungstür sichern.

Funksysteme für größere Häuser. Je größer das Haus, je mehr Zwischentüren das Alarmsignal dämpfen, desto sinnvoller sind Funkmelder: Registriert ein Melder verdächtigen Rauch, funkt er dies an die anderen Melder. Alle alarmieren gemeinsam. Im Praxistest konnte selbst eine Stahlbetondecke die Kommunikation nicht blockieren. Das exemplarisch geprüfte Hekatron-System Genius HX mit Funkmodul für 86 Euro erzielte die Note "gut".

Fehlalarm vermeiden. Staub, der im Laufe der Jahre in den Melder dringt, könne eine leichte Rauchbelastung vorgaukeln und Alarm auslösen. Regelmäßiges Absaugen des Melders helfe, diesem Übel vorzubeugen, rät Stiftung Warentest.

Ausführlich in "test", Heft 1/13, www.test.de/rauchmelder

Zum Thema:
Viele Landesbauordnungen fordern bereits Rauchmelder in Privatwohnungen - in der Regel in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen. In Brandenburg und Sachsen ist die Rauchmelderpflicht noch nicht gesetzlich verankert. Das kritisiert seit Langem Brandenburgs oberster Feuerwehrmann Manfred Gerdes, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes. "Bei der Delegiertenversammlung der Feuerwehren gab es ein eindeutiges Votum aller Kameraden für die Rauchmelderpflicht. Wir haben deshalb beschlossen, einen entsprechenden Antrag ans Bauministerium zu stellen. Diesen habe ich soeben im Ministerium abgegeben", teilte Gerdes am gestrigen Donnerstag auf Nachfrage mit. gzn