Er muss sich selbst um eine Unterkunft und die Anreise kümmern, der Arbeitgeber zahlt ihm lediglich eine Auslösesumme von 24 Euro für jeweils 24 Stunden. Gibt es gesetzliche Bestimmungen über die Höhe der Auslöse? Was muss davon bestritten werden?

Es antwortet Rechtsanwalt Peter Albert: In vielen Tarifverträgen ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen der Arbeitnehmer bei auswärtigen Montagearbeiten (in der Regel pauschale) Auslösen erhält. Sollte ein solcher Tarifvertrag Anwendung finden, wären sämtliche Aufwendungen des Arbeitnehmers auch im Hinblick auf Übernachtung damit abgegolten.
Gilt dagegen kein Tarifvertrag, hätte der Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf Aufwendungsersatz nach Paragraf 670 BGB. Voraussetzung ist, dass es sich um Aufwendungen zum Zwecke der Ausführung des Auftrages handelt, die der Betreffende den Umständen nach für erforderlich halten durfte. Kann der Arbeitnehmer die ihm vom Arbeitgeber übertragene Arbeit nicht ohne auswärtige Übernachtung ausführen, hat der Arbeitgeber die Übernachtungskosten zu ersetzen.
Auch die Fahrtkosten hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer entsprechend dieser Regelung zu vergüten. Dies gilt zumindest für den Weg zwischen der normal üblichen Arbeitsstätte (Betriebssitz des Arbeitgebers) und dem Einsatzort.