Dazu klären sie notfalls lieber mit dem Chef, welche Aufgaben Vorrang haben, rät Ute Heidbrink, die in München als Coach arbeitet. Das gelte vor allem, wenn etwas Dringendes dazwischenkommt und andere Aufgaben dafür liegenbleiben müssen. Sprechen Mitarbeiter das mit ihrem Vorgesetzten ab, müssen sie sich hinterher nicht den Vorwurf anhören, sie hätten ihr Soll nicht erfüllt.Auch wenn Mitarbeiter von mehreren Seiten Aufgaben zugetragen bekommen, sitzen sie schnell zwischen allen Stühlen. Dann sei ebenfalls der Vorgesetzte gefragt, um zu klären, wie wichtig und dringend die einzelnen Arbeiten sind. Oder Beschäftigte legen gemeinsam mit den Kollegen fest, in welcher Reihenfolge die Aufgaben erledigt werden sollen.Die Reihenfolge hänge nicht nur davon ab, wie dringend und wichtig eine Sache ist. Auch Zeitaufwand und Komplexität spielen eine Rolle. So lohne es sich nicht, eine zeitaufwendige Aufgabe anzufangen, wenn bald darauf ein Termin ansteht. Denn dann müssen Mitarbeiter die Arbeit unterbrechen, kaum dass sie sich eingearbeitet haben. In solchen Fällen sei es sinnvoller, eine Sache einzuschieben, die sich in der verbleibenden Zeit erledigen lässt. dpa/han