Für Millionen Deutsche hat es am Nikolaustag eine weiße Überraschung gegeben - am Wochenende kommt weiter Neuschnee und es wird noch eisiger. Vor allem im Norden und Osten behinderte am Donnerstag heftiger Schneefall bis ins Flachland den Verkehr.

Autos kamen ins Rutschen, Züge verspäteten sich, es gab Hunderte Unfälle. Auch in der Lausitz führte das winterliche Wetter zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Bei einem schweren Unfall auf der B97 bei Groß Gastrose kam ein Autofahrer ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt. Der Weg zu Arbeit, Schule, Kindergarten oder Einkauf war oft mühselig.

Kräftiger Schneefall hat am Donnerstag auch in Sachsen den Verkehr behindert. Auf der Autobahn 14 bei Klinga stauten sich die Autos auf einer Länge von rund 16 Kilometern. Nach ersten Angaben der Polizei waren vier Lastwagen und fünf Pkws in Unfälle verwickelt, zwei Menschen wurden verletzt. Die Autobahn Richtung Dresden musste voll gesperrt werden. Am Wochenende verwandelt Neuschnee die Republik in eine Winterlandschaft. Der Westen bekommt schon am heutigen Freitag zehn bis 15 Zentimeter, am Samstag schneit es vor allem im Süden. Tagsüber steigen die Temperaturen kaum noch über den Gefrierpunkt, nachts sinken sie auf bis minus 15 Grad.

Der Harz - das höchste Gebirge Norddeutschlands - bereitet sich zum zweiten Advent auf den ersten Ansturm von Wintersportfreunden vor. Ski und Rodel sind dort ab einer Höhe von 400 Metern möglich.

Auf dem 1141 Meter hohen Brocken wuchs die Schneedecke auf 36 Zentimeter.