Längst habe sich die Fashion Week zu einem "place to be" für alle entwickelt, die national und international in der Modewelt Beachtung finden wollten, sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Zu den rund zwölf Einzelmessen und drei Schauplattformen werden bis zum Wochenende etwa 2500 Aussteller, 250 000 Einkäufer, Händler, Medienvertreter und andere Fachbesucher erwartet.

Mit Namen wie Pharrell Williams, Auma Obama, Stella McCartney und Wladimir Klitschko ist auch der Promi-Faktor wieder hoch.

Ein Höhepunkt sind erneut die Laufstegschauen bei der Mercedes-Benz Fashion Week am Brandenburger Tor. Zu den mehr als 50 Designern, die im Modezelt auf der Straße des 17. Juni ihre neuesten Kollektionen vorstellen, gehören unter anderem Hien Le, Lena Hoschek, Kilian Kerner, Anja Gockel, Marc Cain und Michael Sontag. Andere wie Sissi Goetze oder Vladimir Karaleev nutzen den neuen Showroom The Stage. Augustin Teboul, Kaviar Gauche, Perret Schaad und Lala Berlin haben sich Locations außerhalb des Zeltes gesucht.

Eine Premiere feiert die britische Designerin Stella McCartney. Sie hat von Marc Jacobs die Schirmherrschaft über das renommierte Förderprogramm "Designer for Tomorrow" übernommen, das am Donnerstag zur Preisverleihung lädt. "Ich möchte von dem, was ich mir angeeignet habe, etwas weitergeben", sagt die 41-Jährige im Messemagazin. "Die Sache liegt mir am Herzen, weil es wichtig ist, den Nachwuchs und die europäische Mode voranzubringen." Auch andere Prominente haben sich einem guten Zweck verschrieben. So stellt die kenianische Autorin Auma Obama - ältere Halbschwester von US-Präsident Barack Obama - beim Africa Fashion Day junge, innovative Designer aus Afrika vor.

Der US-Musiker Pharrell Williams ist im Rahmen der Modemesse Premium Gastgeber des internationalen Projekts Parley, das den Plastikmüll der Weltmeere für Mode- und Lifestyle-Produkte nutzen will. "Ich wollte an meiner CO2-Bilanz arbeiten. Dazu gehört auch, dass man über alternative Materialien nachdenkt", sagte er im Vorfeld.

Erneut ist nachhaltige Mode ein Schwerpunkt im Messeprogramm. Der Showfloor Berlin, der Lavera Showfloor, der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show widmen sich diesen Themen. Sie wollen angesichts der jüngsten Skandale in der Textilindustrie zeigen, dass "grüne" Mode alles andere als langweilig und hausbacken sein kann.