Die Anschaffungskosten für eine Solarwärme-Anlage liegen immerhin bei etwa 12 000 Euro inklusive Montage.

„Ein guter Berater schaut sich nicht nur das Dach an, er geht durchs ganze Haus“, sagt BSW-Solarexperte Timo Leukefeld. Der Berater mache Vorschläge, wie der vorhandene Heizkessel einzubinden wäre und die Rohre in den Keller geführt werden können. Er prüfe Türstockbreite und Deckenhöhe, um zu entscheiden, welcher Speicher passt und aufgerichtet werden kann.

Ein Indiz für Fachkunde sei es, wenn der Berater Spezialtechnik mitbringt. Dazu gehöre ein Gerät, mit dessen Hilfe die Dachneigung ausgemessen wird. „Die Schräge sollte mindestens 30 Grad betragen, ideal sind 45 Grad oder mehr“, sagt Leukefeld. Moderate Abweichungen können mit etwas mehr oder weniger Kollektorfläche ausgeglichen werden.

Ein gutes Zeichen sei es, wenn der Berater einen Sonnenbahn-Analysator dabei hat. Damit kann er Horizontfläche, Bäume und Häuser erkennen und beurteilen, ob der geplante Standort für die Kollektorfläche gar nicht, leicht oder stark verschattet ist. „Eine leichte Verschattung wäre problemlos durch etwas mehr Kollektorfläche zu kompensieren“, erläutert Leukefeld.

Ein seriöses Angebot beziffert, welcher Prozentsatz Gas oder Öl im Jahr durch die Sonnenheizung eingespart werden kann. Es listet alle Kosten auf, auch die für Gerüstmontage, Dachabdeckung, Material und Umbauten.

Vorsicht sei geboten, wenn der Berater bestimmte Produkte nennt. „Das ist bei einer Erstberatung unnötig“, sagt BSW-Experte Leukefeld. „Es geht grundsätzlich darum, ob das Haus für eine Sonnenheizung überhaupt geeignet ist.“