Hinter den verschlossenen Türen des Berliner Eispalastes in Elsterwerda herrscht schon seit Januar keine Ruhe mehr. Voraussichtlich Ende Februar will Inhaber René Gehre die Winterpause beenden. Bis dahin stehen Renovierungsarbeiten an. Auch die sechs Eismaschinen sind für die tägliche Produktion fit zu machen. „Da sind Keilriemen und Kühlsohlen zu wechseln“, nennt Gehre Beispiele. Immer mal wieder was Neues bieten wie im vergangenen Jahr mit den Sorten Drachenfrucht und Marshmallow, das will der Eispalast seinen Gästen auch in der neuen Saison. Deshalb wird Gehre demnächst eine Messe bei einem Großhändler besuchen. Dort schaut er sich nach neuen Trends und Rohstoffen um.

Noch ruhig lassen es Hannelore und Rainer Hentzsch vom Eiscafé „Am Klosterpark“ in Mühlberg angehen. Sie sei froh, Zeit für die alltäglichen Hausarbeiten zu haben. Während der Saison bleibe vieles liegen. Ihr Mann schaue täglich im Café vorbei. „Bei den Temperaturen müssen wir aufpassen, dass nichts einfriert“, sagt Hannelore Hentzsch. Sobald die Radler wieder unterwegs sind, werde wieder geöffnet.

Je nach Wetterlage will auch Amanda Howe vom „Granitas“ aus Bad Liebenwerda mit den Vorbereitungen im Café in der Bormannstraße und im kleineren „To go“-Laden am Roßmarkt beginnen. An ersten Wochenenden will sie voraussichtlich im März öffnen, im April dann wieder durchgängig. Bis auf regelmäßige Kontrollen lässt die Bad Liebenwerdaerin die Saisonvorbereitung noch ruhig angehen. Ihr Eis will sie wieder aus Berlin beziehen. Nach einer reichlichen Saison könne sie noch nicht einschätzen, ob sich eine Investition in eine eigene Produktionseinrichtung rentieren würde.

Hochbetrieb stellt sich jetzt bei Winters in Uebigau und Falkenberg ein. Bis zum Sonntag seien sie noch zum Wintersport in Südtirol gewesen, jetzt stehen Renovierungsarbeiten in Café und Eislabor an, berichtet Mathias Winter. Die Sahnemaschine sei auseinanderzunehmen, Gefriermaschinen und Verdampfer zu entstauben. In Falkenberg seien neue Fenster eingesetzt worden. In Uebigau soll Ende Februar, in Falkenberg dann nach Wetterlage geöffnet werden. Viele Zutaten sind bereits bestellt. So bezieht Winter seinen Kakao und Nougat zum Beispiel direkt aus Italien. Auf der internationalen Eismesse in Longarone habe er sich am ersten Advent mit den neuen Trends vertraut gemacht. „Meine Frau ist gerade dabei, unsere neue Eiskarte zu schreiben“, erzählt er. Eine neue Sorte und einen neuen Kindereisbecher werde darauf stehen. „Außerdem basteln wir gerade an einem neuen Shake.“ Wenn es um die Herstellung neuer Sorten geht, müssen diese den Geschmackstest der gesamten Familie bestehen. Das neben den Hits wie Erdbeer, Stracciatella und Joghurt sehr beliebte Butterkekseis ist so entstanden. Insgesamt haben Winters im Vorjahrrund 8000 Liter Eis verkauft – in den beiden Eiscafés und an den drei Verkaufswagen.