Dieser stammt nach Auskunft des Stadtoberhauptes von einem ehemaligen Uebigauer Bürger, der nicht mehr in der Region wohnt, mit dem Andreas Claus aber vor etwa einem Jahr über die Reaktivierung des Schlosses in Neudeck sprach. "Einen Tag vor dem Neujahrsempfang hat er mir dann den Rasierapparat der Marke Rotbart übergeben. Ich bin mir sicher, dass er einen Platz im stetig wachsenden Fundus des Schlosses Neudeck finden wird", sagt der Bürgermeister und rennt damit bei Thomas Münch die sprichwörtlich offenen Türen ein.

"Das gute Stück wird natürlich bestens verwahrt", verspricht dieser. Ob der Rasierapparat auch wirklich noch gut schneidet, will der Bartträger aber lieber nicht ausprobieren, wehrt er schmunzelnd ab.

Münch sieht damit die Sammlung, die sich der Familie Roth widmet, wachsen. Rasierklingenfabrikant Otto Roth war der letzte Schlossbesitzer vor dem Ende des 2. Weltkrieges. Das Wirken der Familie Lettre, die 1904 das Schloss ein letztes Mal nachhaltig umbaute, habe der Förderverein im vergangenen Jahr anlässlich der 800-Jahr-Feier im Schloss schon in Form einer Ausstellung würdigen können. Eine Ausstellung Nummer zwei zur Familie Roth wäre das nächste Ziel.

Sowohl Thomas Münch als auch Bürgermeister Andreas Claus hoffen auf dabei auf Hilfe der Bevölkerung. "Es wäre sehr schön, wenn Bürger aus der Region, die noch über Originalstücke aus dem Schloss verfügen, uns diese zukommen lassen oder als Leihgaben zur Verfügung stellen könnten", fordert der Neudecker auf und verrät, dass er in Herzberg gerade auf eine wahre Fundgrube gestoßen sei. "Aus dieser bekommen wir sicher auch noch das eine oder andere Möbelstück sowie andere Erinnerungen an die Zeit der Roths", ist er optimistisch.