Sparfuchs-Rechnungen gingen nämlich meist schon nach wenigen Extrakilometern nicht mehr auf, wenn Fahrer günstigen Spritpreisen hinterherjagen.

Eine Beispielrechnung: Die sogenannten Vollkosten des Autofahrens, also inklusive Betriebs- und Wartungskosten, Wertverlust und anderer Faktoren, betragen zwischen 40 und 60 Cent pro Kilometer. Wenn jemand 50 Liter tanken will und eine um 3 Cent je Liter billigere Zapfstelle gefunden hat, spart er dort 1,50 Euro. Und somit würde sich die Fahrt dorthin schon bei einer Entfernung von zwei Kilometern einfacher Strecke nicht mehr lohnen. Die neue Markttransparenzstelle für Kraftstoffpreise sammelt Preisdaten von mehr als 13 000 deutschen Tankstellen für E5-, E10- und Dieseltreibstoff. Sie gibt diese an Informationsdienste weiter, bei denen Verbraucher die Preise online und bald auch per Smartphone-App oder Navigationsgerät abrufen und vergleichen können. In der laufenden Startphase erhalten nur die Dienste ADAC.de/tanken, clever-tanken.de, mehr-tanken.de und spritpreismonitor.de die Daten. Weitere Dienste sollen in der zweiten Septemberhälfte dazukommen.