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| 14:41 Uhr

Vor der Kommunalwahl
Thema Bürgermeisterwahl – das sagen die Kandidaten

Schenkendöbern. Die RUNDSCHAU fragte in Schenkendöbern nach.

Am kommenden Sonntag wählt Schenkendöbern eine neue Gemeindevertretung. Die LAUSITZER RUNDSCHAU hat den Parteien und Wählergruppen dazu Fragen gestellt. In der Druckausgabe finden Sie die jeweiligen Kernaussagen der Antworten. Auf www.lr-online.de/wahlen gibt es die vollständigen Antworten bis zu einer Länge von vorgegebenen 1000 Druckzeichen. SPD, Linke sowie die Wählergruppen Groß Drewitz und Senioren haben die Fragen nicht beantwortet.

Die fünfte und letzte Frage lautete: Welche sind die großen Aufgaben, die sich der neue Bürgermeister von Schenkendöbern ab Ende des Jahres stellen muss? Was wollen Sie den möglichen Kandidaten schon jetzt mit auf den Weg geben?

Wählergruppe Lutzketal: Eine wichtige Aufgabe des zukünftigen Bürgermeisters ist die Verwaltungsgebietsreform bei gleichzeitiger Erhaltung der kommunalen Selbstverwaltung unserer Gemeinde.

CDU: Die Gemeinde vor dem Hintergrund der bis 2024 anstehenden Entscheidungen und der Strukturdiskussion weiterzuentwickeln. Dazu ist es notwendig die Gemeindevertretung und die Ortsvorsteher offensiv einzubeziehen, die Ortsteile lebenswert gestalten und gleichzeitig eine gemeinsame Idee für die Zukunft der Gemeinde Schenkendöbern zu entwickeln, ein „Entwicklungskonzept für Schenkendöbern“.

Wählergruppe Bärenklauer Sportverein: Ich weiß nicht, ob es eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister geben wird, auf alle Fälle die angehenden Arbeiten zum Wohle der Gemeinde Schenkendöbern und deren Einwohner durchzuführen.

AfD: Aktive Förderung der örtlichen Potentiale im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. Engagement im Erhalt der Grundversorgung und damit Sicherung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Bürgernahe und transparente Umsetzung der Verwaltungsstrukturänderung.

Wählergruppe Feuerwehr: Optimierung der Struktur der Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung. Vertretung der Interessen der Einwohner der Gemeinde im regionalen Strukturwandel. Berücksichtigung der Interessen aller Generationen, um junge Menschen zum Bleiben zu bewegen und Älteren eine angemessene Lebensqualität zu bieten. Wahrung der Interessen der Gemeinde zu Problemen der Tagebaufolgen gegenüber dem Tagebaubetreiber, v.a. Wasserproblematik der Seen. Weitere Modernisierung zur Zukunftssicherung des Bildungs- und Betreuungsstandortes Grano. Nicht zuletzt die weitere Modernisierung der Technik und Ausrüstung der Feuerwehr der Gemeinde. Die Veteranen, aktiven Kameraden, Jugendlichen und Kinder der Feuerwehr der Gemeinde Schenkendöbern sind eine der zahlenmäßig stärksten Interessengemeinschaften in der Gemeinde. Wir sind bereit, die Zukunft der Gemeinde Schenkendöbern mit zu gestalten. Wir sind bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen. Ende der 1000 Druckzeichen

Wählergruppe Heimat und Zukunft – Hier: Stärkung der Gemeinde durch Einbeziehung aller Ortsteile. Schaffung eines konstruktiven Klimas in der Gemeindevertretung und der Verwaltung. Das Miteinander muss gefordert und gefördert werden. Es ist Bürgernähe herzustellen und ständig aufrecht zu erhalten, unter anderem Bürgersprechstunden in den Ortsteilen, Ortsteilbegehungen und Sitzungen der Gemeindvertretung in den Ortsteilen.

Wählergemeinschaft Pinnow-Heideland: Alle anstehenden großen Aufgaben für den zukünftigen neuen Bürgermeister sind schon in der Beantwortung der Fragen angeführt. Es ist wichtig, den anstehenden Kohleausstieg und den damit verbundenen Strukturwandel gemeinsam mit den Gemeindevertretern in eine für alle Bürger zufriedene Richtung zu lenken. Die Arbeit mit den Gemeindevertretern und dem zukünftigen neuen Bürgermeister soll sich konstruktiv und nicht kontraproduktiv gestalten. Persönliche Befindlichkeiten haben hier zukünftig nichts mehr zu suchen.

Wählergruppe Bürger für Bürger – vereint gegen Betroffenheit: Mit dem erteilten Arbeitsauftrag an Bürgermeister Peter Jeschke wurde die Grundlage für die Entscheidungsfindung in der kommenden Legislaturperiode geschaffen. Der neue Bürgermeister sollte den begonnenen Aufklärungsprozess zur Mitverwaltung fortsetzen, denn dass es sich um eine „reine“ Verwaltungsstrukturreform handelt, ist vielen Bürgern noch nicht bewusst. Auch dass bei der Mitverwaltung die Eigenständigkeit der Gemeinde mit eigener Gemeindevertretung und eigenem Haushalt erhalten bleibt, ebenso wie die Rechte und Pflichten der Ortsbeiräte, die in der Kommunalverfassung des Landes geregelt sind. Ein Bürgermeister hat die Richtlinienkompetenz. Er muss mit Sachverstand und Weitsicht handeln und die Fähigkeit zum Kompromiss besitzen, um ein auf das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger ausgerichtetes Ergebnis in allen Bereichen der kommunalen Daseinsfürsorge herbeizuführen.

 Ende des Jahres wird Peter Jeschke die Gemeindeverwaltung an seinen Nachfolger übergeben.
Ende des Jahres wird Peter Jeschke die Gemeindeverwaltung an seinen Nachfolger übergeben. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler