Die Waschmaschine des koreanischen Anbieters LG schaffte aber selbst das abgespeckte Programm nicht in der vorgegebenen Zeit. Die Warentester prüfen das Modell noch weiter. Dauerte ein 40-Grad-Buntwaschgang mit voller Beladung beim letzten Test noch durchschnittlich 130 Minuten, waren es jetzt 150 Minuten. Das Modell LG F1480 braucht sogar 179 Minuten, also rund drei Stunden. Was lange währt, wird aber wenigstens gut. Die Waschergebnisse der LG F1480 gehören zu den besten im Test. Dennoch fallen einige Besonderheiten ins Auge. Zum Beispiel die Waschtemperatur. Während bei der LG in den 40-Grad-Programmen relativ hohe Werte von etwa 45 Grad gemessen wurden, waren es im Labelprogramm Baumwolle 60 Grad mit halber Beladung gerade mal 41 Grad. Das führt zum interessanten Ergebnis, dass der Stromverbrauch im 60-Grad-Programm niedriger ist als im 40-Grad-Programm – im Test jeweils mit halber Beladung. Bis auf die Gorenje bleiben alle getesteten Maschinen im 60-Grad-Programm deutlich unter der eingestellten Temperatur. Meist schwankt sie zwischen 45 und 55 Grad. Die Wäsche wird dennoch sauber.

Kompromiss beim Spülen. Dass die Waschmaschinenkonstrukteure einen Kompromiss eingehen müssen, wenn sie den Wasserverbrauch auf ein Minimum senken, ist bekannt. Auch bei diesem Test sind die Spül ergebnisse mitunter nur befriedigend oder ausreichend, das heißt, es bleiben geringe Waschmittelreste in der Wäsche zurück. Empfindliche Menschen können dann einen zusätzlichen Spülgang wählen. Den bieten alle getesteten Maschinen.

1600 Schleudertouren müssen nicht sein. Gut geschleuderte Wäsche verkürzt die Trocknungszeit. Das ist besonders dann interessant, wenn ein elektrischer Wäschetrockner benutzt wird. Reichen 1400 Umdrehungen pro Minute aus oder sollten es besser 1600 sein? Im Test waren auch drei hochtourige Maschinen vertreten. Das Schleuderergebnis mit 1600 Schleudertouren ist nicht viel besser, die Wäsche wird kaum trockener.

Billig kaufen kann teuer werden. Wer beim Anschaffungspreis einige Euros sparen will, könnte am Ende draufzahlen. Die billigste Waschmaschine im Test, die aus China kommende Haier HW70-B1401 (385 Euro), machte im Dauertest sogar schlapp. Bei zwei Maschinen tropfte Wasser aus einem durchgescheuerten Schlauch und löste bei einem Gerät nach und nach Zement aus dem Trägheitsgewicht, der sich als grauer Schmadder am Maschinenboden sammelte. Die dritte Maschine wurde schließlich durch eine defekte Leiterplatte außer Gefecht gesetzt. Auch die Gorenje-Waschmaschinen erwiesen sich im Test als wenig zuverlässig. Zwei verabschiedeten sich in der Dauerprüfung. Diagnose: Motorausfall. Die dritte Maschine fiel mit einem durchgewetzten Wasserschlauch aus. Ausführlich in test 10/11 von Stiftung Warentest

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Empfehlungen der WarenprüferKnappe Testsieger sind nach Angaben des Verbrauchermagazins test die baugleichen Geräte von Bosch und Siemens, sowohl mit 1400 als auch mit 1600 Schleuderumdrehungen pro Minute. Die Günstigste darunter ist die Siemens WM14S443 für rund 660 Euro. Die Waschmaschinen von Miele schneiden etwa gleich gut ab, kosten aber deutlich mehr. Die niedrigsten Betriebskosten unter den besten Geräten hat Samsung WF10724 für etwa 615 Euro. Gut und günstig ist die Blomberg WNF 74461 W 20 für rund 400 Euro.