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Wacker ist in Burg nicht zu bremsen

Auf Kunstrasen musste der Kolkwitzer SV beim FSV Brieske/Senftenberg zurecht kommen. Die Randcottbuser waren einem Remis nahe, gingen dann jedoch etwas zu hoch mit 0:4 unter.
Auf Kunstrasen musste der Kolkwitzer SV beim FSV Brieske/Senftenberg zurecht kommen. Die Randcottbuser waren einem Remis nahe, gingen dann jedoch etwas zu hoch mit 0:4 unter. FOTO: Marco Kloss
Landesliga. Mit 5:0 gewinnen die überlegenen Ströbitzer das Landesliga-Derby im Spreewald. Der Aufsteiger VfB Cottbus fährt gegen Guben die ersten drei Punkte ein. Kolkwitz kehrt mit einer 0:4-Niederlage aus Senftenberg zurück. Roland Scheumeister / rsm1

SG Burg - Wacker Ströbitz 0:5 (0:3). T: 0:1 Gottwald (10.), 0:2, 0:3 Holz (28.,31.), 0:4 Diakiv (62.), 0:5 Voigt (86.); Z: 169; S: Bauer (Schulzendorf).

Burg: Pöscha - Ben Houssine (65.Böning), Schötzigk, Golnik, Valentin, Heumann, Nguyen (29.Seidel), Reinhardt, Schulisch, Zöllner, Rinza (72.Lehmann). Wacker: Büttner - Röder, Paulick, Gottwald, Semke, Voigt, Kowal, Holz (70.Kubis), Diakiv (62.Pasera), Matta Dos Santos (62.Scholze), Weber.

Nach etwas nervösem Beginn fanden die Ströbitzer schnell zu ihrem Spiel und boten ansehnlichen Angriffsfußball. Die Burger bekamen die schnellen Außenstürmer Holz und Diakiv nicht in den Griff. Nach einer von Holz gefühlvoll getimten Flanke köpfte Gottwald zum 0:1 ein. Wacker war optisch klar überlegen und Keeper Pöscha hatte einiges zu halten.

Bei einigen Entlastungsangriffen strahlten auch die Gastgeber Gefahr aus. So, als Rinza im Eins-gegen-eins an Büttner scheiterte (17. Minute).

Indes nutzten die Ströbitzer ihre Überlegenheit. Holz traf aus der Distanz und münzte wenig später einen Diagonalpass zum Pausenstand um. Die zweite Hälfte gingen die Gäste etwas verhaltener an. Prompt kam die SG Burg auf, unter anderem mit einem Pfostenschuss. Ströbitz ruckte nochmals an. Diakiv überlief nach einem Pass Gottwalds die Abwehr und schob ein, bevor Voigt den Schlusspunkt setzte, indem er einen Freistoß über die Mauer ins Netz zirkelte.

VfB Cottbus - 1. FC Guben 2:1 (1:0). T: 1:0 Babbe (31.), 2:0 Stahn (60.), 2:1 N.Hetzel (72.); Z: 80; S: Buttenstedt (Senftenberg)

VfB: Noack - Rinza, Jähde, Lorenz, Sradni, Babbe, O.Weber, Mi.Muth (85.Peter), Schöngarth (36.Stahn), Otto, Afzal (85.Pastowski). Guben: Walter - Schulze (75.Sheriff), Woryta, Nitschke, Bieresniewicz, Rys, Schwärzke, N.Hetzel, Löffler, Jüngel (87.Köppen), J.Fahrenkrug (62.Swoboda).

Spielerisch und läuferisch überlegen und deutlich mehr Feldanteile aufweisend, ging der VfB Cottbus durch einen 22-Meter-Freistoß Babbes in Front. Zuvor traf Lorenz schon mit einem 25-Meter-Hammer nur die Lattenunterkante. Weitere Gelegenheiten ließen die Cottbuser Aufsteiger ungenutzt, dominierten aber bis in die zweite Hälfte hinein. Stahn setzte sich durch und schlenzte die Kugel in den Winkel. Dies war der etwas verspätete Weckruf für die Gubener, die nun die Regie übernahmen. Der VfB verteidigte, in die Defensive gedrängt, gut, konnte aber nach vorn nichts mehr bewegen. Nach einem Freistoß konnte die Cottbuser Abwehr nicht klären. Nico Hetzel schob ein und der FC drückte nun vehement auf den Ausgleich, den der Aufsteiger aber verhindern konnte.

FSV Brieske/Senftenberg - Kolkwitzer SV 4:0 (1:0). T: 1:0 Voigtländer (25.), 2:0 Natusch (62.), 3:0 Hübner (70./FE), 4:0 Malinski (87.); Z: 85; S: Seifert (Zinnitz);

Kolkwitz: Waltschew - Streich, Kaiser, Bagola, Dietz, B.Goertz, Machate, Helbig, Grützner, (71.M.Jähne), Zittlau (65.Gipp), Kuba (57.Schreiber).

Mit der Austragung der Partie auf Kunstrasen wurde der Kolkwitzer SV überrascht, war aber keinesfalls chancenlos. Waltschew musste zwar mehrfach seine Klasse unter Beweis stellen, doch mit Chancen, so von Kuba, Grützner und bei einem Fernschuss Zittlaus aus der eigenen Hälfte, den der zuvor zu weit vorn stehende Keeper aus dem Eck fischte, zeigten die Gäste Präsenz.

Ein nicht geklärter Ball verhalf Brieske zur Führung. Dann ging es hin und her. Machate verpasste knapp den Ausgleich. Das abseitsverdächtige 2:0 war die Vorentscheidung.

Der Kolkwitzer Trainer Sven Goertz urteilte: "Die Mannschaft hat sich meinen Respekt erarbeitet. Sie war dem verdienten Ausgleich nahe, und die Niederlage fiel am Ende, gemessen am Spielverlauf, zu hoch aus."