So lautet ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts München (Az.: 31 Wx 68/12), wie die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt.

Im verhandelten Fall hatte die Erblasserin ihr Testament handschriftlich aufgesetzt und es in amtliche Verwahrung gegeben. Im Dokument wurde eine Alleinerbin benannt. Nach dem Tod der Frau wollte auch die Nichte erben und behauptete, das Testament sei gefälscht. Der Schriftsachverständige kam im Gutachten zum Schluss, dass das Testament mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Erblasserin stamme. Das Gericht stellte den Erbschein aus.

Die Kosten für den Gutachter sollte allerdings die Alleinerbin tragen. Ihre Klage dagegen hatte Erfolg: Den Gutachter müsse derjenige bezahlen, der die unrichtige Behauptung in einem Erbscheinverfahren aufgestellt hat, so das Urteil.