Touristen ließen sich nämlich in Urlaubslaune zu Verträgen verleiten, die nicht immer alle notwendigen Sicherheiten enthielten.
Auch im europäischen Ausland ist den Angaben zufolge in der Regel die Beurkundung durch einen Notar vorgeschrieben. Durch diesen sollte der Erwerber überprüfen lassen, ob das Grundstück im Eigentum des Verkäufers steht. Auch sollte genau ermittelt werden, ob der Grundbesitz mit Grundschulden oder Hypotheken belastet ist. Zudem müsse festgestellt werden, ob im Grundbuch Insolvenz oder Zwangsverwaltungsverfahren gegen den Eigentümer ausgewiesen sind.
Eine Beurkundung sollte nur mit Dolmetscher vorgenommen werden, raten die Notarkammern. Der Vertrag müsse im Rahmen der Möglichkeiten des ausländischen Rechts den Käufer gegen Insolvenz des Verkäufers, fehlendes Eigentum und unbekannte Belastungen des Kaufobjektes angemessen sichern. Die Vertragsabwicklung erfolge daher im Ausland in der Regel über ein Treuhandkonto des Notars. Werde das Objekt noch gebaut, so müssten alle notwendigen Baugenehmigungen vorliegen.
Die Notare weisen darauf hin, dass eine Auslandsimmobilie auch im Todesfall besondere Gefahren berge, denn jedes Land verfüge über ein eigenes Erb- und Erbschaft ssteu er system. Ein einheitliches Erbrecht in der Europäischen Union sei nicht in Sicht. In vielen Fällen stehe nicht einmal fest, welches Recht Anwendung findet. Hinzu trete das Risiko einer Doppelbesteuerung.
(ddp.djn/eb)