Zur richtigen Pflege des Werkzeugs gehört nicht nur das Reinigen nach jeder Arbeit, sondern auch ein angemessener Aufbewahrungsort, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Heimwerker sollten deshalb einen festen Platz für ihr Werkzeug einrichten, etwa in einem Schrank, oder in Schubladen einer Werkbank.

Gut sortiert - gut wiederfinden. Damit Geräte mit scharfen Schneiden nicht aneinander reiben und mit der Zeit stumpf werden, sollten diese stets einzeln aufbewahrt werden. Bohrer finden in einzelnen Hüllen oder Kassetten Platz. So werden die Kleinteile schnell wiedergefunden.

Hin und wieder Sprühöl. Bei mechanischem Werkzeug sollte wegen der möglichen Verletzungsgefahr darauf geachtet werden, dass die Griffe nicht wackeln oder reißen. "Ab und an können Scheren und Zangen am Gelenk mit etwas Sprühöl eingesprüht werden", rät Michael Pommer, Trainer bei der Do it Yourself-Academy (DIY) in Köln. Mit dem Öl werden auch das Gehäuse und die Kabel von elektrischen Werkzeugen behandelt - dies halte sie geschmeidig.

Akkupflege betreiben. Viele Elektrogeräte wie kleine Bohrschrauber oder Rasenmäher sind akkubetrieben. "Werkzeuge mit Akku werden mit unterschiedlichen Technologien angeboten", erklärt Pommer. Für Heimwerker, die nur selten was zum Reparieren finden, sind Geräte mit Nickel-Cadmium-Akku oder Nickel-Metallhydrid-Technologie weniger geeignet: Denn werden diese lange nicht benutzt, könne durch Tiefenentladung die Leistungsfähigkeit des Akkus deutlich abnehmen oder der Akku lasse sich gar nicht mehr aufladen. Daher sollte man das Gerät mindestens zweimal im Jahr hervorholen und neu aufladen. "Elek trowerkzeuge mit Lithium-Ionen-Speicher haben gegenüber anderen Akkuwerkzeugen Vorteile", sagt der Experte. Sie halten den Strom länger, haben eine kaum messbare Selbstentladung, und sie kennen keinen Memory-Effekt. Das heißt, die Geräte können bei jedem Batteriezustand an das Ladekabel gehängt werden.

Sicherheits-Check für alte Elektrogeräte. "Schon lange gebrauchte oder gar geerbte Elek trowerkzeuge erfüllen oft nicht mehr die notwendigen Sicherheitsstandards und sollten deshalb vor der Arbeit überprüft werden", sagt Susanne Woelk von der Aktion "Das Sichere Haus" in Hamburg. Sind Schutzvorrichtungen wie Verkleidungen von Sägeblättern beschädigt oder nicht mehr vorhanden, könne es zu schweren Unfällen kommen. Überprüfen sollte man auch Elektro-Anschlusskabel von Maschinen, gerade wenn diese über längere Zeit eingelagert waren.

Malerwerkzeug säubern. "Gute Pinsel und Rollen zum Anstreichen sind teuer", sagt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institutes in Schwalbach. Damit diese lange halten, sollten sie stets gut gereinigt werden. Die Art der Reinigung richtet sich nach der Art des Anstrichs: Pinselreiniger sind für lösemittelhaltige Farben notwendig, wasserlösliche Farben können auch unter fließendem Wasser gesäubert werden. Das Wasser sollte jedoch nicht heiß, sondern handwarm sein, da sonst die Farbe während des Waschens trocknen kann. Wichtig sei nach dem Waschen auch das Trocknen, sagt Küper. Am besten hänge man Pinsel und Rollen im Freien oder über einen Eimer auf.

Gartengeräte und Rasenmäher winterfest machen. Auch Gartengeräte brauchen Pflege. Viele Scheren lassen sich komplett auseinanderbauen, sodass die Schneiden gereinigt und geschärft sowie Scharniere und Federn bei Bedarf geölt werden können. "Bei Rasenmähern müssen die Schneidemesser geschärft werden", rät Pommer. Die Mähmesser könnten in der Regel leicht herausgeschraubt und am besten im Winter überholt werden. Bevor am Rasenmäher herumgeschraubt wird, muss laut Pommer bei Benzingeräten zur Sicherheit unbedingt die Zündkerze herausgeschraubt werden. Damit sei der Zündkontakt unterbrochen und der Motor könne nicht aus Versehen starten. Bei Elektromähern sollte entsprechend das Kabel entfernt werden.

Benzintanks leeren. Das Benzin von Rasenmähern und anderen Maschinen sollte vor der Winterpause, spätestens aber vor dem ersten Einsatz im Frühling, aus dem Tank geholt oder ausgetauscht werden. Treibstoffe können bei längerer Standzeit verharzen und den Vergaser verunreinigen, erläutert Michael Pommer. Auch das Getriebeöl wechselt ein achtsamer Heimwerker in bestimmten Abständen und wartet die Zündkerze.