Die Tarife für die Nutzung ausländischer Handy-Netze könne sich seit dem vergangenen Jahr verändert haben, sagt Anke Kirchner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Verbraucher sollten deswegen auf der Internetseite ihres deutschen Handyanbieters die derzeit günstigsten Tarife ausländischer Betreiber nachschauen oder die Hotline anrufen. Zum Teil gebe es auch Zeitfenster, in denen Telefonate im Ausland besonders günstig sind.
Roaming-Gebühren sind Entgelte, die für die Nutzung des ausländischen Netzes erhoben werden. Sie werden fällig, wenn deutsche Urlauber mit dem Handy zu Hause anrufen, aber auch, wenn auf dem deutschen Handy im Ausland angerufen wird. Für Juni ist eine EU-weite Regelung geplant, die Roaming-Gebühren deckelt und sie transparenter machen soll. Telefonieren im Ausland könne dann wirklich günstiger werden, sagt Kirchner.
"Das Problem ist, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass es auch teuer werden kann, wenn sie angerufen werden", warnt Anke Kirchner. Im Ausland sollte deshalb immer manuell das jeweils günstigste Netz gewählt werden. Mit der automatischen Netzwahl stellt das Handy sonst unter Umständen einen teureren Anbieter ein. Vor allem Anrufe auf die Mailbox gehen ins Geld. Sie sollte deshalb - wenn möglich- vor dem Urlaub abgeschaltet werden. (dpa/gms/sh)