Wie viele Versicherte von der Neuregelung betroffen sind, ist laut Bundesversicherungsamt nicht bekannt. Der ADAC geht davon aus, dass sich vor allem Versicherte von Betrieblichen Krankenkassen umstellen müssen.

An den gesetzlichen Leistungen der Kassen bei Reisen innerhalb von Europa und in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, ändert sich nichts.

Doch die sind nach ADAC-Angaben nicht ausreichend. Wer ohne zusätzlichen privaten Auslands-Krankenschutz verreist, riskiere im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin. Die gesetzliche Krankenkasse bezahle innerhalb von Europa oft nur einen Bruchteil der Behandlungskosten, außerhalb von Europa grundsätzlich nichts. Nicht abgedeckt sei generell ein Krankenrücktransport in eine Klinik in Deutschland - oft die teuerste Leistung. Vor allem per Ambulanz-Sonderflug könne dieser mehrere Zehntausend Euro kosten, in Einzelfällen bis zu 100 000 Euro, so der ADAC. Deshalb raten auch die gesetzlichen Kassen zum zusätzlichen Auslands-Krankenschutz. Eine Familienpolice, wie sie auch der ADAC anbietet, kann für etwa 20 Euro abgeschlossen werden.

Weltweit kümmert sich der ADAC-Ambulanzdienst nach eigenen Angaben jährlich um rund 50 000 erkrankte oder verletzte Reisende.