Dieser gewährt Mietern nicht nur viele Rechte. Sie übernehmen damit auch Pflichten. Eine der wichtigsten: die Zahlung der monatlichen Miete. Damit ist aber nicht unbedingt alles abgegolten.

Wofür Mieter unter Umständen aufkommen müssen:

Betriebskosten: Neben der Miete für die Wohnung, zahlen Mieter in der Regel auch Betriebskosten, zum Beispiel für Heizung oder Wasserverbrauch. "Die Voraussetzung ist, dass das vertraglich vereinbart wurde", erklärt Inka-Marie Storm vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Betriebskosten beinhalten auch Posten, die manchem ungewöhnlich erscheinen. "Auch Ausgaben für Versicherungen, die Müllabfuhr oder die Straßenreinigung gehören mitunter dazu."

Schönheitsreparaturen: Für einen ordnungsgemäßen Zustand der Wohnung ist eigentlich der Vermieter zuständig. "Die Pflicht, Schönheitsreparaturen durchzuführen, wird aber heute in der Regel im Mietvertrag dem Mieter übertragen", sagt Storm. Dann ist dieser dafür verantwortlich, in gewissen Abständen die Wände oder Türen und Fenster zu streichen. Die Klauseln dürfen laut Rechtsprechung allerdings keine starren Fristen hierfür vorsehen.

Kleinreparaturklausel: Auch kleinere Reparaturen wie zum Beispiel ein tropfender Wasserhahn müssen mitunter die Mieter übernehmen. "Das ist dann der Fall, wenn im Mietvertrag eine Kleinreparaturklausel vereinbart wurde." Allerdings gibt es eine Grenze: Sie liegt laut der Rechtsprechung in etwa zwischen 75 Euro bis 100 Euro pro Reparatur. Außerdem dürfen die Kosten in der Regel insgesamt nicht mehr als sechs bis zehn Prozent der Jahreskaltmiete betragen.

Verursachte Schäden: Wer eine Wohnung mietet, muss sie sorgsam behandeln. Das gilt auch für mitvermietete Gegenstände. "Das bedeutet, dass Sie Schadenersatz leisten müssen, wenn Sie etwas kaputt machen", erläutert Storm. Geht etwa das Waschbecken im Bad zu Bruch, müssen Mieter ein neues besorgen, wenn sie dafür verantwortlich waren. Wichtig zu beachten: "Der Vermieter darf sich hierbei nicht bereichern." So könne er nicht ohne Weiteres verlangen, dass das alte Standardbecken gegen ein neues, hochwertiges ausgetauscht wird.