Die Schlacht von Mühlberg im Jahr 1547 gilt als der erste große Glaubenskrieg auf deutschem Boden und als markantes Datum der Reformation.

Nun sollen die Ereignisse von damals in Auszügen nachgestellt werden – und zwar mit dem Ritt Kaiser Karl V. von Mühlberg nach Bleesern bei Wittenberg. Organisatoren sind unter anderem die Stadt Mühlberg, der Landkreis Elbe-Elster und das Hofgestüt Bleesern.

So wird geritten

Am 25. April führt die erste Etappe von Falkenberg, in dessen Nähe die Entscheidungsschlacht stattgefunden hat, nach . Von Mühlberg bricht der Tross am 28. April nach Torgau/Graditz auf. Am 29. April wird von Torgau nach Dommitzsch geritten. Von dort geht es am 30. April weiter nach Bad Schmiedeberg. Letzte Etappe ist am 2. Mai der Ritt von Bad Schmiedeberg nach Bleesern, wo am 3. Mai dem Ereignis gedacht wird.

Aus der Geschichte

Zum geschichtlichen Hintergrund schreibt das Hofgestütz Bleesern auf seiner Internetseite: Im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges, der ersten großen militärischen Auseinandersetzung der protestantischen und der katholischen Mächte von europäischer Bedeutung, musste sich der unterlegene sächsische Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige nach der Schlacht bei Mühlberg Kaiser Karl V. unterwerfen.

Mit der Wittenberger Kapitulation vom 19. Mai 1547 endete die Herrschaft der ernestinischen Wettiner im Kurfürstentum Sachsen. Am 4. Juni 1547 verlieh der Kaiser in Bleesern Herzog Moritz von Sachsen die Anwartschaft auf die sächsische Kurwürde, mit der die bis 1918 währende Herrschaft der albertinischen Linie der Wettiner im Kurfürstentum und späteren Königreich Sachsen begann. Dadurch und durch die nachgewiesenen Aufenthalte aller Herrscher vom späten 15. bis frühen 18. Jahrhundert ist Bleesern ein herausragendes Zeugnis der sächsischen Landesgeschichte.

Der Ritt des Kaisers durch Mühlberg.- - Die Geharnischten aus Torgau mit ihren bunten Kostümen

Bildergalerie Der Ritt des Kaisers durch Mühlberg.- - Die Geharnischten aus Torgau mit ihren bunten Kostümen