Es ist ein typischer Hänschen-Spruch, fast schon ein Klassiker. Und er hat ihn sogar selbst geschrieben, das heißt, der niederländische Schauspieler und Drehbuchautor, Chiem van Houweninge.

Für die meisten Deutschen ist es ein unaussprechlicher Name. Dabei ist van Houweninge hier bekannter als in seiner niederländischen Heimat - allerdings eben als "Hänschen". Heute wird Schimanskis sympathischer holländischer Kollege 75 Jahre alt.

1982 erschien er erstmals an der Seite des pöbelnden Kommissars aus Duisburg. "Eigentlich sollte das ein einmaliger Auftritt sein", erinnert sich van Houweninge. Doch Hänschen blieb. Der Kommissar mit dem dunklen Wuschelkopf, dem krausen Vollbart und dem charmanten Akzent trat in 27 "Tatort"-Folgen auf, dazu noch in den "Schimanski"-Filmen. Doch nicht nur das: Van Houweninge schrieb auch an sechs "Tatort"-Drehbüchern mit und sorgte für holländische Leichtigkeit und hintergründigen Spott in den Ruhrpott-Krimis.

Die Rolle des Hänschen aber blieb nicht an dem Schauspieler kleben. Im deutschen Fernsehen tritt van Houweninge in vielen Rollen auf, inzwischen allerdings mit grauem Wuschelhaar. Von Krimis bis zu romantischen Filmen aus der Reihe "Rosamunde Pilcher".

In seiner Heimat machte sich van Houweninge nach einer Karriere auf der Theater-Bühne vor allem als Drehbuchautor einen Namen. Die humoristischen TV-Serien "Zeg 'ns Aaa" (Sag mal Aah!) oder "Oppassen", an denen auch seine Frau Marina de Vos mitgearbeitet hatte, waren in den 80er- und 90er-Jahren Hits. Van Houweninge wurde dafür auch mit den höchsten niederländischen TV-Preisen ausgezeichnet.

Auch mit 75 Jahren ist Chiem van Houweninge noch voll an der Arbeit, in Rotterdam oder seinem Haus in der Provence. "Ich wüsste nicht, was ich sonst tun sollte", sagt er. Drehbücher, Theater, TV-Filme. Ein Multitalent.