"Die meisten Kunden wissen genau, was sie wollen", sagt Verkäufer Patrick Bleistein vom Kölner Kostümkaufhaus Deiters. "Dieses Jahr gibt es bei uns zwei Trends: Märchen-Kostüme und alles, was mit Himmel und Hölle zu tun hat." Zwei Wochen vor Beginn des Kölner Straßenkarnevals sind manche Outfits schon vergriffen: "Rotkäppchen ist seit Tagen in allen Filialen ausverkauft", sagt Bleistein. Auch Engelskleidchen, Priester- und Mönchskostüme liefen so gut wie schon lange nicht mehr.Vor allem junge Frauen setzen auf Kostüme im Mini-Format: "Fast alles, was kurz ist, ist schon weg", sagt Bleistein. Verkäuferin Petra Mainka vom Karnevalsmarkt Spielkauf bestätigt: "Knappe Dirndl sind besonders gefragt." So werden an den Karnevalstagen wohl zahlreiche leicht bekleidete Bajuwarinnen, Stewardessen oder Hippie-Bräute die Straßen des Rheinlands unsicher machen. Männer setzen hingegen eher auf Ganzkörper-Kostüme: "Der klassische Clown läuft immer noch gut", so Mainka. Auch Plüschkostüme wie etwa Frosch oder Hase werden oft nachgefragt.Ob Plüschhase oder sexy Rotkäppchen - im Schnitt geben Deiters-Kunden pro Kostüm etwa 40 Euro aus. Junge Leute sind etwas preisbewusster, Ältere suchen gezielt nach hochwertigen Kostümen und sind bereit, dafür mehr zu zahlen. Insgesamt rechnen die deutschen Kostüm-Hersteller und Vertreiber in diesem Jahr mit einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro.Die Alternative zum gekauften Kostüm sind selbst gebastelte Outfits: Kino-Helden sind die angesagte Selfmade-Verkleidung der Saison. Inspiriert vom Kino-Erfolg "Twilight - Biss zum Morgengrauen" wollen sich viele Teenager als cooler, moderner Vampir verkleiden. Der Vorteil: Man braucht nicht einmal einen schwarzen Umhang - 2009 trägt der Vampir zum leichenblassen Gesicht einfach "eine coole Jeans".