Nach Informationen des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) haben mehrere Oberfinanzdirektionen die Finanzämter angewiesen, bei der Ermittlung des Kindergeldanspruchs den Elterngeld-Mindestsatz von 300 Euro unberücksichtigt zu lassen. Die Familienkasse streicht das Kindergeld, wenn ein Kind Einkünfte von mehr als 7680 Euro im Jahr hat. Mit der neuen Regelung bleiben also all jene unter der Grenze, die sie mit dem Mindestbezug von 300 Euro überschritten hätten.
In die Summe von 7680 Euro fließen nicht nur das Ausbildungsgehalt sowie Nebeneinkünfte ein. Auch das Elterngeld als Lohnersatzleistung wird eingerechnet. In einem Fall, in dem ein Azubi ein Kind hat und neben seinen Einkünften noch Elterngeld bezieht, könnten seine Eltern also den Kindergeldanspruch für das gesamte Jahr einbüßen. Der NVL rät Betroffenen bei Problemen, mit Hinweis auf die Verfügungen der Oberfinanzdirektionen Münster, Frankfurt/Main und Chemnitz Einspruch einzulegen. (dpa/eb)