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Viktoria schafft die Sensation: Der Kreismeister ist schon raus

Eine tolle Mannschaftsleistung hat die Elf von Viktoria Cottbus gezeigt und den Kreismeister aus Spremberg ausgeschaltet.
Eine tolle Mannschaftsleistung hat die Elf von Viktoria Cottbus gezeigt und den Kreismeister aus Spremberg ausgeschaltet. FOTO: Knüpfer/FuPa brandenburg
Cottbus. Niklas Kiesow schießt Spremberg ab. Merzdorf stellt Guhrow in der Verlängerung ein Bein. Schorbus macht in Klein Gaglow das halbe Dutzend voll. Joachim Rohde / jrd1

Der Kreispokal ist sich treu geblieben. Auch in dieser Saison mussten in der 1. Runde vermeintliche Favoriten die Segel streichen in den Samstagsspielen. So erlebte der Kreismeister Spremberger SV, bei Viktoria den Pokal-K.o. wie auch der Absteiger aus der Landesklasse SV Guhrow beim Kreisligisten in Merzdorf. Zwei Mal musste das Elfmeterschießen entscheiden. Zweistellig verloren Glinzig gegen den SC Spremberg (1:19) und Sellessen gegen Peitz (1:13).

Viktoria Cottbus - Spremberger SV 2:1 (0:1). Nach klaren Niederlagen in der Vorsaison gegen den Gast aus Spremberg drehte Viktoria in diesem Spiel den Spieß um, und siegte nicht unverdient mit 2:1. Richard Lampel vergab nach 45 Minuten eine Hundertprozentige für Viktoria. Im direkten Gegenzug dann die Führung für die Gäste. Ein langer Flankenball kam zu Kevin Beuchel, der mit dem Kopf zum 0:1 traf. Viktoria kam entschlossen zurück und erhöhte den Druck. Ein feines Solo von Niklas Kiesow brachte den Ausgleich. Sechs Minuten vor Ultimo drehte wiederum Kiesow das Spiel komplett.

VfB Cottbus II - BSV Guben Nord II 2:1 (2:1). Ein Zwei-Klassen-Unterschied war in diesem Spiel nicht zu erkennen. Die ersten 20 Spielminuten waren die Neißestädter die optisch bessere Mannschaft. Hier ließen Kaluza, Malecki und Jünger einige Riesenchancen liegen. Ein zu kurz gespielter Rückpass von Malecki brachte die Führung für den VfB, die zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend kam. In diese Rückgabe schaltete sich Ziebell ein, umkurvte noch den Schlussmann und Spielführer Michael Schulz und verwandelte sicher zur Führung. Doch postwendend gelang den Gubenern der Ausgleich. Im direkten Gegenzug behauptete sich Kaluza im Strafraum des VfB. Vorwerk konnte Kaluza nur durch Foulspiel stoppen. Den fälligen Strafstoß führte er selbst aus. Diesen Treffer steckte der der VfB unbeeindruckt weg und erspielte sich in der Folgezeit einige Hochkaräter. Nach einem Eckball des VfB kam Schwan an den Ball, dieser schob den Ball zum völlig freistehenden Bemmann, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Der Ausgleich wäre fast im direkten Gegenzug gefallen, als Kaluza nach einem Eckball nur die Latte des Cottbuser Tores traf. In der zweiten Spielhälfte verstand es der VfB, geschickt diesen knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Chancen, das Ergebnis zu verändern, waren auf beiden Seiten vorhanden.

RW Merzdorf - SV Guhrow 2:1 n.V. (1:0, 1:1). Der Absteiger aus Guhrow bekam sofort die raue Luft der Kreisliga zu spüren. Der Gastgeber beeindruckte mit seinem druckvollen Spiel. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit hatte der Gastgeber die große Möglichkeit, nach einem Freistoß in Führung zu gehen, doch Lauck im Kasten der Gäste machte dieses Geschoss unschädlich. Durch einen Abstauber gelang Köppen trotzdem der Führungstreffer. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, der ihnen auch in der 54. Spielminute durch Domhardt gelang. Er nutzte eine Fehlabstimmung der Gastgeberabwehr mit dem 1:1. Nach offizieller Spielzeit endete das Spiel 1:1-Unentschieden. Eine Verlängerung wurde erforderlich. Nachdem drei Mal der Pfosten getroffen wurde, führte ein Eckball zum Siegtreffer. Dieser Eckball kam auf den Kopf von Neuzugang Treuger, der wuchtig einköpfte (96.). Dieser knappe Vorsprung wurde bis zum Schlusspfiff aufopferungsvoll verteidigt.

SG Jänschwade - Wacker Ströbitz II 1:2 (1:0). Der Kreisoberliga-Dritte, die Reserve vom SV Wacker 09 Ströbitz, hatte allerhand Widerstand zu brechen, um am Ende des Spiels als Sieger vom Platz zu gehen. Schon frühzeitig mussten sie einem Rückstand hinterherlaufen. Wacker-Schlussmann Sieber konnte einen Angriff von der Außenbahn zwei Mal parieren. Beim dritten Versuch war er machtlos, als Koalick zur 1:0-Führung verwandelte. In der Folgezeit tat sich der Gast ziemlich schwer, diesen Rückstand zu egalisieren. Nach fast einer Stunde Spielzeit gelang nach einem Eckball der Ausgleich für die Wackeraner. Ähnlich dann das 1:2. Wiederum war ein Eckball Ausgangspunkt für den Führungstreffer der Gäste. Am Ende ein schmeichelhafter Sieg des Favoriten.

BW Klein Gaglow - BW Schorbus 2:6 (2:3). Ehe es sich der Gastgeber versehen hatte, lag er schon nach acht Spielminuten fast aussichtslos mit 0:2 im Rückstand. Nach dem Anstoß wurde der Ball lang nach vorn geschlagen, Tischer kam mit dem Kopf an den Ball und verwandelte. Das 0:2 war ein Schuss aus Nahdistanz. Der Gastgeber steckte nicht auf und egalisierte diesen Rückstand in der 27. Spielminute. Ein Schuss aus der zweiten Reihe knallte in das Netz zum Anschlusstreffer. Pötsch gelang aus 16 Metern der Ausgleich. Doch Schorbus antwortete noch vor der Pause mit der erneuten Führung. Im zweiten Spielabschnitt waren die Gäste tonangebend und bestimmten das Spiel. In regelmäßigen Abständen bauten sie diese Führung weiter aus und siegten am Ende 6:2.