Mit Bissen in Hals und Kopf hat ein Rottweiler im Salzlandkreis ein vierjähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt. Der Hund einer befreundeten Familie und das kleine Mädchen hätten sich am Donnerstagnachmittag zunächst freundschaftlich begrüßt, teilte die Polizei am Freitag mit. Als die Vierjährige dabei stolperte, habe der Hund mehrfach zugebissen. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Laut Polizeisprecher folgte eine Notoperation.

Ein Amtstierarzt verhängte vorsorglich eine 14-tägige Quarantäne für den Hund. Das Ordnungsamt der Stadt Seeland verfasste am Freitag eine Verfügung mit Auflagen für die 66 Jahre alte Hundehalterin. Nach Angaben einer Sprecherin wird ein Wesenstest für den Rottweiler gefordert. Gegen die Hundehalterin wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die 66-Jährige hatte mit der vierjährigen Tochter einer befreundeten Familie ihr Wohnhaus in Seeland-Schadeleben betreten. Drinnen lief ihr Hund dann auf das Mädchen zu. Bei den Begegnungen zuvor soll das Tier immer erst hinter einer geschlossenen Tür gewesen sein, die den Eingang vom Wohnbereich trennt.

Erst am Dienstag hatte ein Schäferhundmischling eine Neunjährige in Calbe (Salzlandkreis) ins Gesicht und in einen Arm gebissen und schwer verletzt. Zuvor hatte der Vater des Kindes den Hundehalter aufgefordert, sein freilaufendes Tier anzuleinen. Das Tier verbiss sich aber im Gesicht des Kindes.

In Duisburg (Nordrhein-Westfalen) stehen unterdessen eine Rottweiler-Halterin und eine Frau, die das Tier ausgeführt hat, vor dem Amtsgericht. Der Hund hatte im Juli 2015 ein zweijähriges Mädchen angefallen und ihm dabei fast die gesamte Kopfhaut abgerissen.