Auch der Wirt sei alkoholisiert gewesen. Doch es gebe keine Anhaltspunkte, dass seine Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei, sagte der Rechtsmediziner Michael Tsokos am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht. Er verwies darauf, dass der Wirt vor seinem Aufbruch Anweisungen zum Putzen und Abschließen des Lokals gegeben habe. Der frühere Gastwirt aus Berlin-Charlottenburg hatte bei dem Wetttrinken betrogen und anfangs Wasser getrunken. Als der 16-Jährige dies merkte, musste auch der Wirt mit Tequila weitermachen. Der Schüler trank laut Anklage in weniger als einer Stunde mindestens 45 Tequila. Er fiel ins Koma und starb vier Wochen später. Dem 28-jährigen Wirt wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert hierfür vier Jahre Gefängnis. Ein 27-jähriger Zeuge sagte, weder er noch andere Gäste hätten geglaubt, dass der Schüler sterben könnte. Nach stundenlanger Verhandlung teilte das Landgericht am Mittwochabend schließlich mit, dass am 3. Juli das Urteil verkündet werden soll. dpa/AFP/feg