Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 100 Menschen verletzt geborgen, nachdem am Morgen ein Abschnitt der 2,7 Kilometer langen Brücke im Mekong-Delta eingestürzt war. Dutzende Arbeiter wurden am Abend noch vermisst. "Mindestens neun Menschen liegen unter den Trümmern. Wir können sie rufen hören", sagte ein Polizeisprecher.
Hunderte Retter arbeiteten mit drei Kränen sowie Spitzhacken und Sägen auch nachts weiter, um zu den Verschütteten zu gelangen. "Wir müssen die Betonkonstruktion in kleinere Stücke fräsen und dann mit den Kränen anheben", erklärte ein Polizeispre cher. "Aber das ist eine schwierige Sache, weil die Betonplatten zu schwer für die Kräne sind." Zum Zeitpunkt des Unfalls waren mehr als 200 Arbeiter in dem 74 Meter langen Brückenabschnitt, wie die Polizei weiter mitteilte.
Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Experten prüften, ob möglicherweise das Stützgerüst für die Betonkonstruktion in dem Abschnitt zu schwach war oder zu früh entfernt wurde.
Die Can-Tho-Brücke rund 170 Kilometer südwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt sollte die längste Hängebrücke Südostasiens werden. (dpa/uf)