Neu in der Runde war Margit Jahn. "Ich habe ganz viele Ideen", sagte die Erzieherin, die im Hort der Grundschule Nordstadt eine Kindertrommelgruppe leitet, selbst in der Gruppe "Com Gosto" spielt und eine Gruppe für historische Tänze in Forst aufbaut. Plastiktragetaschen mit dem Logo der Rosenschau und der Kampagne "Fahrt nicht fort, kauft vor Ort" plant der Gewerbeverein Forst. "Auch eine Informationsbroschüre soll für auswärtige Besucher mit einem Innenstadtplan ergänzt werden", informierte der Gewerbevereinsvorsitzende Andreas Wolff.

Weitere Publikationen wie einen Ausstellungsführer zum Thema "Rosen" sowie eine touristische Broschüre für Forst und Umgebung, kündigte Verwaltungsvorstand Sven Zuber an, während die Philatelisten der Stadt anlässlich ihrer Ausstellung am 29. und 30. Juni in der Mehrzweckhalle einen Katalog planen, der in Anlehnung an den historischen Ortsnamen den Titel "Forsta 2012" trägt. An beiden Ausstellungstagen werde es auch eine Sonderpoststelle mit einem Sonderstempel geben, so Jürgen Grumbt.

Noch bis zum 8. April haben künstlerisch Kreative die Möglichkeit, sich mit Werken, die die Stadt Forst sowie ihre Umgebung darstellen, an der Sonderschau im Brandenburgischen Textilmuseum beteiligen, die vom 6. Juni bis zum 1. September gezeigt wird. Einen "Märchentag" im Rosengarten für Kinder der Stadt durch Kindereinrichtungen regte Annett Müller (SPD) an, Sylvia Beyer wünschte sich einen Lampionumzug für die jüngsten Besucher, während sich die Vertreter des Bildungswerks Futura bei Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten Stände mit täglichen Kreativangeboten vorstellen können.

Mit einem Theaterprojekt und der Verlegung der Aktion von deutschen und polnischen Jugendlichen am Weltfriedenstag an die Wehrinsel will das Forster Gymnasium auf das Jubiläum hinweisen. Interesse an einer Zusammenarbeit signalisierte auch Irmtrud Pritschke vom Forster Motorsportclub, der am 18. August mit seiner traditionellen Oldtimerrallye gern in Forst einen Zwischenstopp einlegen würde. Lesungen mit den Autoren der Anthologie anlässlich des 100-jährigen Rosengartenjubiläums schlug Bernd Beyer vom Freien Deutschen Autorenverband Brandenburgs vor.

Doch auch kritische Meinungen wurden geäußert. Nicht alle älteren Besucher seien Volksmusikfans, betonte der Stadtverordnete Hartmuth Seidel mit Blick auf das Fest-Programm und forderte, auch eigene Musikgruppen einzubeziehen. "Viele Gäste bleiben mehrere Tage in unserer Stadt. Da sollte es nicht nur an den Wochenenden Veranstaltungen geben." Diese werde es dem Budget entsprechend, in kleinerem Rahmen auch geben, versicherte Sven Zuber. "Ohne unsere Vereine könnten wir das Programm nicht realisieren."

Über fehlenden Rosenschmuck im Stadtbild zeigte sich Helmut Alter verärgert. Frostschäden seien nicht durch Neupflanzungen ersetzt worden. Ein Zeppelin über Forst - so wie vor 100 Jahren? Auch das fand die Zustimmung der Anwesenden.