Im Nordosten wurden mehr als 8000 Flüge gestrichen, vielerorts waren am Dienstag Banken und Geschäfte geschlossen.

Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst kaum. Der US-Wetterdienst warnte aber noch in weiten Teilen Neuenglands vor Winterstürmen. Die Behörden hatten besonders für New York ein Unwetter historischen Ausmaßes befürchtet. Doch davon war "Juno" in der Metropole vielerorts weit entfernt. Der "New York Post" zufolge fielen zwischen 15 und 25 Zentimeter Schnee, Vorhersagen hatten bis zu 60 Zentimeter angekündigt. Die drastischen Warnungen vor einem "Snowmageddon", einer Schneeapokalypse, führten auch zu Kritik. "Der Wintersturm ,Juno' ist eine totale Niete", schrieb Jaclyn Hendricks in der "New York Post". Die Zeitung beschuldigte Politiker, die vermeintlich nahende Schneekatastrophe aufgebauscht zu haben.

Ein Meteorologe des Nationalen Wetterdienstes entschuldigte sich auf Twitter. "Meine tiefsten Entschuldigungen", schrieb Gary Szatkowski an die Bürger gerichtet. "Sie haben viele Entscheidungen getroffen, weil sie von uns erwarteten, richtig zu liegen, und das taten wir nicht."